Museum der Moderne - Kulturforum

Das sind halt die üblichen Probleme, die auftreten, wenn man von LP1-4 in LP5 übergeht. In den ersten Leistungsphasen entwickelt man ein phantasievolles und ausgeschmücktes Konzept mit meist tollen Visualisierungen, welches in LP5 erst mal ausführungsreif umgesetzt werden muss. In LP5 fallen bei der detaillierten Ausführungsplanung dann Dinge auf, um die es vorher nicht oder nur zu wenig ging. Wie so oft sind die frühen Visualisierungen ja optimistisch geschönt und spätere Abbildungen zeigen dann meist das ernüchternde Umzusetzende.

Womöglich ist auch ein ganz anderes Büro mit LP5 beauftragt. Kommunikation ist büroübergreifend nicht immer ganz einfach, da spreche ich aus Erfahrung.
 
Man ist relativ tief unterwegs - Bild von heute:
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(c) eigenes Foto
 
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Reges Treiben auf der Baustelle.

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Die Sigismundstraße ist gesperrt. Wenn das während der Bauzeit jahrelang funktioniert, sollte es auch nach Bauabschluss möglich sein. Das wäre so ein Gewinn für das gesamte Umfeld.

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Der Beton wird noch ziemlich tief nach unten gepumpt.
 
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Blick aus der St. Matthäus Kirche auf die Baustelle und die Staatsbibliothek. Mal sehen, was man bald hier sehen kann/ muss.

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Akutell kann kann man über die Baustelle hinweg sehen, sowohl Richtung Osten ...

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... als auch Richtung Südenosten.

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Und es sieht so aus, als sei der Gebäudekern schon über dem Erdniveau.

(C) SchauBaubilder eigene
 
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Aus der Richtung der EDIT kleinen Philharmonie schält sich die ...

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... die Gebäudeform unter den Gerüsten hervor und das charakteristische (schon viel geschmähte) Dach (hier der Entwurf) ist erkennbar.
Das ging jetzt relativ schnell.

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Über den Zaun gelugt: die eher glatte, fensterarme Wand links zur Potsdamer Straße hin ist zu sehen, während die Seite zur Philharamonie noch nicht erstellt ist und offensichtlich keine tragende Funktion hat.

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Hier ist Dachfirst direkt gegenüber EDIT des Kammermusiksals der Philharmonie im Aufbau zu sehen.

(C) SchauBaubilder eigene
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich kann dem Bau nichts abgewinnen. Auch wenn ich dafür hier wohl einiges einstecken muss/werde. Es ist jetzt schon fast drei mal so teuer wie ursprünglich geplant (bis jetzt sind es fast 600 Millionen Euro- fast Sechshundert Millionen), es sieht meines Erachtens nach fürchterlich aus und hat außer das Ego der Leute zu streicheln die dort präsentiert werden keinen Mehrwert. Für all das ist der Price Tag eindeutig zu hoch. mEn.
 
^ Dort werden keine Egos präsentiert, sondern die Nationalgalerie bekommt endlich angemessen Platz, die Kunst des 20. Jahrhiunderts zu zeigen. Die Sammlung ist meiner Meinung nach sehr sehenswert und ich freue mich, wenn es möglich wird, die Kunstwerke aus den Depots zu holen einer interessierten Öffentlichkeit zu präsentieren.
Die Schenkungen von Ulla und Heiner Pietzsch und Marx bereichern dabei den Bestand der Nationalgalerie. Gespannt bin ich auch auf die Ergänzungen der Sammlungen durch die Kunstbibliothek und das Kupferstichkabinett.

In wie weit es der Architektur von Herzog & de Meuron gelingt zu überzeugen ist für mich ein anderes Thema.
Viel Ausstellungsfläche in Untergeschossen unterzubringen und nur relativ wenig Bauvolumen überirdisch zu planen, war eine Antwort auf die Frage, wie sich der Baukörper passend zwischen die umliegenden Baukörper einfügen kann.
Hier warte ich vor einem Urteil ab bis das Gebäude eröffnet wurde. Skepsis in dieser Beziehung kann ich aber nachvollziehen.
 
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Von Seiten des Kulturforums sieht man links und rechts der grünen, temporären Baumoase die Dachbereiche und eben diesen konstruktiven Zwischenraum.

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Nach der langen Zeit des Tiefbaus geht es auf der ganzen Fläche nun hurtig voran.

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Vom Sockel der neuen Nationalgalerie hat einen guten Blick auf das Dachgeschoss, das auf der Ebene der Nationalgalerie abschließt.

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Es lagern auch schon fertige Teile der Dachkonstruktion am Projekt.

(C) SchauBaubilder eigene
 
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