Molkenmarkt & Klosterviertel (Bebauungsplan 1-14)

Zum Molkenmarkt will sich die neugegründete „Stiftung Mitte Berlin“ aktiv, öffentlich und transparent für eine dicht bebaute und belebte Innenstadt auf dem Gebiet der einstigen Berliner Altstadt einsetzen und dabei sollen nach ihren Vorstellungen viele Straßen und Plätze in Struktur und Form der 1920er Jahre wiederaufgebaut werden.
Das Ansinnen der Gruppe soll dabei nicht allein auf das Gebiet des Molkenmarkts beschränkt bleiben, sondern bezieht weitere Innenstadtbereiche mit ein. Die von Marie-Luise Schwarz-Schilling mitgegründete Stiftung ist recht prominent besetzt und lädt schon in den nächsten Wochen zu ersten Veranstaltungen ein.
Q: entwicklungsstadt.de
Website der Stiftung: Link
 
Zuletzt bearbeitet:
pxl_20230531_13372418ivduf.jpg

Meins, gemeinfrei
 
Die neue Straßenführung ist so gut wie fertig.
Ansonsten Kraterlandschaft aufgrund der Grabungen.

PXL_20230630_131702360.jpg
 
Hier ein weiterer Artikel des Tagesspiegel zum Thema Molkenmarkt. M.E. lange Diskussionen, wenig Ergebnis.
https://www.tagesspiegel.de/berlin/...-senats-fur-den-molkenmarkt-aus-10345978.html
"wenig Ergebnis" ist relativ. Für die einzelnen Blöcke wurde eine Richtung vorgegeben, auch wenn es noch einen zweiten Beschlussteil geben wird. Mich persönlich freuen Dinge wie die Orientierung an den Dachformen des Nikolaiviertels und kleinteilige Bebauung im Bereich Klosterruine... Es ist gut, dass dieser historische Ort keine Experimentieroase für reine Öko-Moderne wird, so wie es auch schon im Raum stand. Dieser Ort hat mehr verdient, als Architekten-Kisten mit einer Infotafel davor, dass der Ort früher mal schön aussah ^^
 
Man gibt denen über 4 Jahre zum "buddeln"? (die graben da ja schon seit 1-2 Jahren rum) Es ist typisch Berlin... macht mal ganz in Ruhe, wir haben keine Eile und wissen eigentlich sowieso noch nicht, was wir da machen wollen... . Mal gespannt, was am Ende tatsächlich rauskommt:rolleyes:
 
Zuletzt bearbeitet:
Es ist einfach schade, dass Block D auf nicht absehbare Zeit eine Baulücke bleiben wird. Es ist "vorerst" eine Grünfläche geplant. Was "vorerst" in Berlin bedeutet, kann man sich gut vorstellen. Bei Baubeginn 2026 für die Blöcke A, B, C ist Block D wahrscheinlich nicht vor 2030 dran.
 
"wenig Ergebnis" ist relativ. Für die einzelnen Blöcke wurde eine Richtung vorgegeben, auch wenn es noch einen zweiten Beschlussteil geben wird. Mich persönlich freuen Dinge wie die Orientierung an den Dachformen des Nikolaiviertels und kleinteilige Bebauung im Bereich Klosterruine... Es ist gut, dass dieser historische Ort keine Experimentieroase für reine Öko-Moderne wird, so wie es auch schon im Raum stand. Dieser Ort hat mehr verdient, als Architekten-Kisten mit einer Infotafel davor, dass der Ort früher mal schön aussah ^^
War das nicht schon der Diskussionsstand von vor zwei Jahren?
 
Die Senatsbausenatorin Kahlfeldt hat ein "Gestaltungshandbuch" ausgeschrieben, was die Gestaltung des Molkenmarkts festlegen soll. Die links zu verordnende Presse wie TAZ und Tagesspiegel stellen, wie zu erwarten, vor allem heraus, dass der bezahlbare Wohnraum in der Ausschreibung eine untergeordnete Rolle spiele. "Ziel sei es, „gestalterisch eine kleinteilig und qualitativ hochwertig wirkende Bebauung zu erreichen“. Kahlfeldt hat sich demnach gegenüber Bausenator Gaebler (SPD) durchgesetzt, der von einfachen Fertigbauteilen träumt. Für mich eine sehr gute Nachricht, gleich wohl vermute ich, dass die Gegner einer klassischen und kleinteiligen Bebauung alles auffahren werden um ihre Vorstellungen durchzusetzen. Von daher noch mit Vorsicht zu genießen.

Im übrigen ist nun der Straßenzug in seinem finalen Verlauf: Webcam
 
Mit dem von @Manx bereits genannten Gestaltungshandbuch wurde das Büro Mäckler Architekten aus Frankfurt am Main beauftragt,
sie sollen es zusammen mit den Wohnungsbaugesellschaften WBM und degewo erarbeiten.
Laut Senatsbaudirektorin Petra Kahlfeldt werden die hochbaulichen Wettbewerbe derzeit vorbereitet.
Verbindliche Grundlage für die Wettbewerbe ist das Gestaltungshandbuch.

Am 10. Juni 24 wurde ein Vertrag zwischen dem Land Berlin und der degewo AG zur Übertragung
eines Grundstücks am Molkenmarkt unterzeichnet.

Damit ist nach der WBM (Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte)
mit der degewo die zweite landeseigene Gesellschaft als Bauherrin gesetzt.

Insgesamt sollen 450 Wohnungen entstehen, die Hälfte davon mietpreisgebunden.

Quellen:
https://www.morgenpost.de/incoming/...nmarkt-bauen-vor-allem-die-Landeseigenen.html
https://www.berlin.de/sen/sbw/presse/pressemeldungen/pressemitteilung.1455078.php
 
Wenn die Degewo und die WBM dort so baut wie die (zugekauften) Bestandsgebäude z.b. in der Bauhofstraße in Mitte nahe der Humboldt Universität wäre das in Ordnung. Das Problem ist, es sieht ansonsten halt oft aus wie Degewo und das wäre an diesem historischen Ort ein sehr großes ähstetisches Problem, das auch nicht mit der Phrase: "Es ist (doch) immerhin Wohnraum entstanden" entschuldigt werden dürfte.

1718182826230.jpeg


Quelle: LDA
 
Zuletzt bearbeitet:
Mit der Wahl von Mäckler Architekten für das Gestaltungshandbuch bin ich zuversichtlich, dass
die Architektur Rücksicht nimmt auf den besonderen Ort.
Mit Mäckler Architekten geht es ganz klar in Richtung historisierende, kleinteilige Bebauung.
Das gilt dann auch für die Wohngebäude der Degewo.
Das Sie es können, haben Sie bei der neuen Frankfurter Altstadt (Dom-Römer-Projekt) bewiesen.
 
Back
Top