Marx-Engels-Forum - Marienviertel

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Der Stadtraum zwischen Alexanderplatz und Spree/ Stadtschloss-Humboldtforum steht seit geraumer Zeit in der Diskussion. Von Freifläche komplett erhalten, bis zur totalen Rekonstruktion unterscheiden sich die Meinungen zur Zukunft des Areals.
Inzwischen hat die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung einen Bürgerdialog auf den Weg gebracht und erste Zwischenergebnisse gezogen. Das Areal hinter dem Roten Rathaus, am Molkenmarkt hat jedoch vorerst Priorität und eine konkrete Realisierung wird hier voraussichtlich nicht vor 2020 statt finden.

Hier noch einige historische Aufnahmen.

Vom Dom aus

Aus der Luft vor Krieg

Aus der Luft direkt nach Krieg
 
Zuletzt bearbeitet:
Diverse Ideen und Konzepte wurden für das Areal inzwischen über die Jahre veröffentlicht und diskutiert, hier einige davon.

Hier ein erster Vorschlag von Andreas Eßer und der Organisation: www.2bd1.org
Vorgeschlagen wurde eine Bebauung mit Fassung einiger Stadtplätze vor dem Rathaus, am Fernsehturm und der Neue Markt nach historischem Vorbild, sowie eine geöffnete Grünanlage zur Spree und dem Humboldtforum hin.

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Quelle und ©: Andreas Eßer, Organisation: www.2bd1.org
 
Braunfels hatte Idee von einer offenen Ostseite des Humboldtforums und einer Sichtachse bis zum Fernsehturm, gefasst von Bebauung.

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Bilder ©Braunfels Architekt

Sergei Tchoban entwarf auch eine Skizze für eine mögliche Bebauung.

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Bilder ©tchoban Architekten
 
Auch Stimmann hat sich an das Areal mit einem Entwurf gewagt. Vor dem Rathaus sah auch er eine Art Rathausplatz vor.

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©Stimmann Architekten
 
Wie die Abendschau heute berichtet hat, konnte man erste Schlüssel aus dem Bürgerdialog festhalten, die womöglich als Leitlinienen in die spätere Planung mit einfließen sollen.

- 2/3 gegen Rekonstruktion
- Mehrheit für Erhalt in öffentlicher Hand
- Mehrheit pro Freiräume und Ort der Demokratie und Historie

... und diverse andere Vorstellungen wurden geäußert.

Quelle und Beitrag: Abendschau
 
Ein Kommentar in der Berliner Zeitung ruft zur Gelassenheit auf. Man solle sich ruhig 10-20 Jahre Zeit nehmen, bis der Alexanderplatz, das Stadtschloss und die neue urbane Gestaltung am Molkenmarkt ihre Wirkung entfalten. Neue Anwohner und neues Leben wird in die direkte Umgebung einziehen. Diese werden Freiräume suchen und das Areal zwischen Fernsehturm und Humboldtforum könnte als Freifläche für das öffentliche Leben an neuer Bedeutung gewinnen.

Quelle und Artikel: Berliner Zeitung
 
Der Tagesspiegel berichtet von der „Initiative Offene Mitte Berlin“, die den Erhalt der Freiflächen zwischen Fernsehturm und Humboldtforum verlangt. Kritisiert wird unter anderem der Verfall und die schlechte Pflege der Anlagen, wodurch ein Zustand entsteht, der oftmals als Argument für eine Bebauung heran gezogen wird.
Sie wünschen sich daher eine bessere Pflege.
Gleichzeitig wollen sie den Raum für öffentliche Veranstaltung wieder mehr nutzen, wie Demonstrationen, politische Debatten, Kunstausstellungen und dergleichen.

Quelle und Artikel: Tagesspiegel
 
Das Lutherdenkmal soll offenbar in einem Wettbewerb einen neuen Sockel erhalten. Geplant ist keine historische Rekonstruktion, sondern eine Neuschöpfung ist gewünscht. Ob man die Fertigstellung zum 500. jährigen Jubiläum im Jahre 2017 schafft, bleibt dabei jedoch ungewiss.

Quelle und Artikel: Berliner Zeitung
 
Es wurden nun in einer Pressemitteilung 10 "Bürgerleitlinien" aus dem Bürgerbeteiligungsdialog zusammen gefasst und veröffentlicht. An diesen sollen sich zukünftige Prozesse orientieren.

Bürgerleitlinien für die Berliner Mitte

1. Die Berliner Mitte ist ein Ort für alle, an dem vielfältige Nutzungen möglich sind. Berliner/innen und Besucher/innen können hier abwechslungsreiche und offen zugängliche Angebote nutzen.
2. Die Geschichte der Berliner Mitte wird zukünftig besser sicht- und erlebbar gemacht. Durch abwechslungsreiche Erinnerungselemente wird die vielfältige und vielschichtige Historie des Ortes verdeutlicht.
3. Die Berliner Mitte, insbesondere der Platz vor dem Berliner Rathaus, öffnet sich als Ort der Demokratie für politische Debatten.
4. Die Berliner Mitte ist ein Ort der Kultur und Kreativität. Vielfältige, auch experimentelle Kunstformen ermöglichen abwechslungsreiche Erlebnisse und einen inspirierenden Aufenthalt.
5. Die Berliner Mitte bleibt ein öffentlicher, grundsätzlich nicht-kommerzieller Ort.
6. Die Berliner Mitte dient als „Grüne Oase“ der Erholung, der Nachhaltigkeit und dem Stadtklima. Der heutige Anteil an Grünflächen soll nicht verringert werden. Die Grünflächen werden aufgewertet, ansprechend gestaltet und gepflegt.
7. Die Berliner Mitte wird verkehrsberuhigt. Sie wird leiser. Auch wird sie zukünftig besser mit den umliegenden Stadtvierteln vernetzt.
8. In der Berliner Mitte wird die Nähe zum Wasser spürbar. Das Spreeufer wird für den Aufenthalt geöffnet, die Wasserkaskaden am Fernsehturm laden auch zukünftig zum Verweilen ein.
9. Die Sichtbeziehungen zwischen Fernsehturm und Spree sowie Berliner Rathaus und Marienkirche bleiben erhalten und werden weiterentwickelt.
10. Die Berliner Mitte wird beständig weiterentwickelt. Durch flexible und temporäre Nutzungen bleibt der Ort zukunftsfähig und dynamisch.
Weitere Informationen zur Stadtdebatte sind unter http://stadtdebatte.berlin.de zu finden.

Quelle: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
 
Noch einmal frühlingshafte Eindrücke von der Umgestaltung rund um die Marienkirche.

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Zentrale Landesbibliothek auf dem Marx-Engels-Forum?

Mit dieser Frage will man sich offenbar intensiv im Senat beschäftigen, so berichtet es die Berliner Zeitung in einem Artikel. Zuletzt hatte Regula Lüscher eine Grüne Oase in der Mitte versprochen, nachdem beim Bürgerdialog mehrheitlich dieser Wunsch geäußert wurde.
 
Keine schlechte Idee, hier könnte ein interessanter Bau zwischen Fernsehturm und Humboldtforum entstehen. Jedoch bleibt fraglich, ob das Areal denn groß genug wäre und ob man eine weitere kulturelle Einrichtung derartig zentral neben der Museumsinsel ansiedeln will.
Kulturelle Angebote sollten teilweise vielleicht auch etwas besser verstreut über das Stadtgebiet anzufinden sein.
 
Die Gesellschaft Historisches Berlin e.V. hat seine konkretisierten Pläne für die Reurbanisierung der historischen Mitte vorgestellt. Einmal hier und hier kann man die Dokumente sehen. :)

Dabei sind offenbar zwei verschiedene Vorschläge erarbeitet. Vor allem der Entwurf mit dem kleinen Platz an der Spree mit Marx und Engels gefällt mir. Dieser Entwurf zeigt meiner Einschätzung nach auch eine zeitgemäßere, großstädtischere Architektur.
 
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