Woga-Komplex

BerArcUrb

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Woga-Komplex - Tennisplatz-Bebauung?

Am Woga-Komplex in der Nähe des Kurfürstendamms und des Hochmeisterplatzes soll womöglich ein Neubau auf dem seit 2007 außer Betrieb sich befindlichen Tennisplatz entstehen. Der Bezirk führe wohl derzeit vertrauliche Gespräche. Inzwischen äußern die ersten Bedenken bezüglich der Neubaupläne im denkmalgeschützten Areal.

Quelle: Berliner Woche
 

BerArcUrb

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Zum Woga-Komplex berichtet der Tagesspiegel mit einigen weiteren Details. Demnach wurde der Tennis-Platz damals nur gebaut, da das Geld wohl ausging. Eine Nachverdichtung sei daher vertretbar und der Bezirk würde hinter den Planungen stehen. Ob das Projekt/ die Planungen mit dem Denkmalschutz vereinbar sind, werde derzeit noch geprüft.
Die Sportanlage sei nach heutigen Vorlagen eh nicht mehr genehmigungsfähig, da im reinen Wohngebiet zu viel Lärm entstehen könnte. Daran seien ältere Pläne der Revitalisierung der Anlage bereits gescheitert.

Quelle und Artikel: Tagesspiegel
 

lfniederer

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Ja, eben! Es kommt jetzt eben nur darauf an was da gebaut wird und wie es sich vom Stil her an die Woga-Bauten anpasst. Die Stadt muss dringend nachverdichtet werden - auch hier. Dieses Protestieren dagegen kommt mir langsam wie bestellt vor. Man kann regelrecht die Uhr danach stellen. St.Floriansprinzip!
 

BerArcUrb

Administrator
Wie die Berliner Woche und die Berliner Zeitung berichten, spitzt sich der Streit zu. Inzwischen sind trotz Geheimhaltung einige Informationen durchgesickert. Demnach hat die britische Immobiliengesellschaft „Shore Capital“ den Tennisplatz für ein Schnäppchenpreis von 435.000 € gekauft. Anwohner sind empört, dass das Areal praktisch für eine zukünftigte Wohnung gekauft wurde und somit bei möglichen 70 Wohnungen das ganze eine Goldgrube für den Investor sein könnte.
Der Bezirk verweist auf die verfallende Anlage und wünscht sich eine Verbesserung der Situation und sieht Wohnungsbau als durchaus pasabel an. Nun hoffen einige Anwohner auf den Denkmalschutzstatus des Areals.
Wobei Mendelssohn selber einst eine Wohnungsbebauung plante und dann die Pläne für den heutigen Tennisplatz verwarf.

Es bleibt spannend.

Quelle und Artikel: Berliner Woche & Berliner Zeitung
 

BerArcUrb

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Hier einmal aktuelle Eindrücke vom Tennisplatz und dem innenhofähnlichen Bereich.



 

MarioS

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Der Denkmalbeirat Charlottenburg-Wilmersdorf hat sich am 15.4.2016 für den Erhalt des WOGA-Komplexes mit Freifläche im Inneren ausgesprochen. So wird dies zumindest auf der Facebookseite der Freunde des WOGA-Komplexes publiziert.

www.facebook.com/wogakomplex
 
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BerArcUrb

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Die Frage, ob eine Bebauung oder ein Freiraum im Sinne des "Urhebers" ist, scheint ja durchaus umstritten zu sein...
 

MarioS

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Das Stimmt. Der Investor begründet die Bebauung damit, dass Mendelsohn selber für diesen Innenraum Kreuzhäuser geplant und auch genehmigt bekommen hat, diese aber nicht zur Ausführung kamen, da er vor Baubeginn vor den Nazis fliehen musste.

Link Protokoll

Quelle: www.facebook.com/wogakomplex
Kreuzhäuser 2.JPG

©Mendelssohn
Quelle: www.facebook.com/wogakomplex

Es gibt allerdings ein Schreiben von Mendelsohn vom 12.4.1932 (also noch vor der Machtergreifung der Nazis) aus dem hervorgeht, dass die besagten Kreuzhäuser auf Wunsch aller Beteiligten nicht gebaut werden sollen, dafür aber die Tennisplätze.
12928269_1058120950919924_3069153541639720746_n.jpg

©Mendelssohn
Quelle: www.facebook.com/wogakomplex
 

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MarioS

Bekanntes Mitglied
Nachdem, wie schon von mir am Sonntag, 17.4.2016 hier erwähnt, sich der Denkmalbeirat Charlottenburg-Wilmersdorf für den Erhalt des WOGA-Komplexes mit Freifläche im Inneren ausgesprochen hat, liegt jetzt auch eine Stellungnahme von zwei renommierten Mendelsohn-Wissenschaftlerinnen mit spannenden neuen Aspekten vor. Auch sie sprechen sich gegen eine Bebauung aus und widerlegen die Behauptung des Investors, dass die von Mendelsohn nachträglich geplanten Kreuzhäuser für den Innenraum nur deshalb nicht realisiert wurden, weil er vor den Nazionalsozialisten fliehen musste. Die Tennisplätze seien keine interimistische Lösung gewesen.

Hier geht es zur kompletten Stellungnahme
 
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MarioS

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Wie heute dem Tagesspiegel zu entnehmen ist, votierte gestern der Stadtentwicklungsausschuss von Charlottenburg-Wilmersdorf einstimmig für einen Antrag des bezirklichen Denkmalbeirats. Das Bezirksamt soll sich nun „beim Landesdenkmalamt dafür einsetzen, die Ex-Tennisplätze „als Freifläche zu erhalten“.
 

MarioS

Bekanntes Mitglied
Hier noch der genaue Wortlaut des einstimmig angenommenen Beschlussvorschlags von Dr. Timper (Vorsitzende des Denkmalbeirats der BVV Charlottenburg-Wilmersdorf).

Es bleibt spannend ;)
 
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BerlinerBauleiter

Platin Mitglied
Der Bauantrag ist offenbar inzwischen eingereicht. Es bleibt spannend, demnächst dürfte es wohl eine Entscheidung geben.

Quelle und Artikel: Berliner Woche
 

MarioS

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Am 5.7.2016 findet um 18:00 Uhr in der Hochmeisterkirche eine Informationsveranstaltung statt und da soll dann endlich das Geheimnis gelüftet werden, wie die geplante Bebauung aussehen soll.
Wie schon bekannt, liegt der Bauantrag vor. Nach Insiderkreisen soll die Zufahrt (zur geplanten Tiefgarage) allerdings so wie eingereicht nicht genehmigungsfähig sein.
 

MarioS

Bekanntes Mitglied
Kleiner Nachtrag zur Informationsveranstaltung am 5.7.2016 um 18:00 Uhr in der Hochmeisterkirche. An dieser Veranstaltung soll auch das Neubauprojekt "Hochmeisterplatz" (ehemaliges Postgebäude) vorgestellt werden. Mehr dazu hier im Forum
 
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