Schlossfreiheit - Einheitsdenkmal

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Der Sockel der Wippe ...

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... scheint soweit fertig zu sein.

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(C) SchauBaubilder eigene
 
Typisch für Berlin, typisch für Deutschland. In diesem Land klappt nix mehr. Gibts irgendein Projekt, an dem Bund oder Länder beteiligt sind, das nicht über dem Zeitplan liegt?
 
Hier ein Artikel zum Einheitsdenkmal von der Morgenpost, leider hinter Bezahlschranke:
https://www.morgenpost.de/bezirke/m...itte-erneut-verzoegert-grund-ist-skurril.html
Es geht soweit ich weiß um diese Punkte:
- die Frage, ob es ein Bauwerk oder eine Maschine ist (Würde jeweils verschiedene Genehmigungen brauchen)
- nicht abgenommene Schweißnähte die eventuell nachgearbeitet werden müssen
- noch keine Transportgenehmigungen für eins der schwersten Teile (für die meisten andere Teile sind glaube ich schon Transportgenehmigungen vorhanden)
- Teile des Denkmals erst zu 95 Prozent fertig gestellt
Der Artikel ist vom 20.07

Bis zum Tag der Deutschen Einheit 2023 (03.10.23) wird es wohl wieder nichts werden.
 
Hierzu gibt es tatsächlich heute - wieder in der Morgenpost - ein Update. So schreibt die Zeitung Folgendes: „Unsere Verwaltung hat die Baugenehmigung erteilt“, sagte die Senatsbaudirektorin der Berliner Morgenpost. Da die Wippe aber beweglich sei, berge dies Risiken. Die Prüfung dieser Risiken sei noch nicht abgeschlossen, teilte Kahlfeldt auf Nachfrage mit.

Scheint mir so, als wäre damit der Anteil „Bauwerk“ genehmigt. Wäre interessant, jetzt zu erfahren, wer die Risiken infolge der Beweglichkeit noch abwägen und schließlich die „Maschine“ genehmigen muss.
 
Es ist wenn dann die tolerierte Idee eines Einzelnen:

"Maroldt beabsichtigt mit dem Checkpoint eine neue, „extrem subjektive, pointierte, manchmal auch provokative Form der Lokalberichterstattung“ Quelle

Journalistisch gesehen ist dieser "Checkpoint Newsletter" u.a. als Kommentar definiert. Mit der Aussage verschwimmen aber die Grenzen zum Meinungsartikel. Jedenfalls gewollt provokant...
 
Im Zuge des Tages der Deutschen Einheit wurden einige Artikel zum Einheitsdenkmal veröffentlicht. Ich hoffe es ist in Ordnung, dass ich einige Links poste, die Artikel unterscheiden sich meiner Meinung nach deutlich vom Inhalt.

Im Artikel der Deutschen Welle kommt Kreativdirektor des Denkmals Sebastian Letz zu Wort: "Wir haben einen Plan zur Realisierung in 2024 erstellt, und diesen vor einiger Zeit an das Staatsministerium für Kultur und Medien (BKM) kommuniziert."
Danach kommt dieses indirekte Zitat: "Nun sei es an Kulturstaatsministerin Claudia Roth, Entscheidungen zu treffen."
Das Staatsministerium für Kultur und Medien erklärt darin: "Nach Aussage des Generalübernehmers gibt es derzeit Bauzeitverzögerungen aufgrund von Schwierigkeiten mit einem Nachunternehmen im Bereich Stahlbau"
Hier der Link zu dem Artikel:
https://www.dw.com/de/berlins-einheitsdenkmal-eine-unendliche-geschichte/a-66916882
Beim Artiel des Deutschland Funks wird Kulturstaatsministerin Claudia Roth unter anderem mit folgenden Worten zitiert: "Ich würde nicht sagen wollen, wann es dann endgültig fertig wird"
Ich finde das ist ein bisschen doppeldeutig, entweder, dass sie sich nicht festlegen will oder aber, dass sie es weiß, aber nicht sagen will.
Außerdem ein Zitat aus dem Interview: "Ja, sie wird fertig. Und ich bedauere natürlich, dass sie nicht jetzt an diesem 3. Oktober fertig ist und es gibt einfach richtig viele Verzögerungen. Das hatte zum einen mit der Pandemie zu tun, mit Lieferkettenschwierigkeiten. Jetzt gibt es Probleme mit der Stahlwanne. [...]"
Hier der Link zum Artikel:
https://www.deutschlandfunk.de/berliner-einheitsdenkmal-weiter-ohne-fertigstellungsdatum-102.htmlHier der Link zum kompletten Interview:
https://bilder.deutschlandfunk.de/3...4badfe1/interviewderwoche-roth-300923-100.pdf
Der Artikel von Entwicklungsstadt.de geht es um "Dissonanzen zwischen der Baufirma sowie Landes- und Bundesbehörden" und die Frage, ob es ein Bauwerk oder eine Maschine handelt. Außerdem geht es um die Schweißnähte, und die Frage ob diese fehlerhaft sind und die fehlende bauaufsichtliche Freigabe durch den Prüfstatiker.
Hier der Link zum Artikel:
https://entwicklungsstadt.de/wie-lange-dauert-es-noch-der-muehsame-weg-zum-einheitsdenkmal/
 
Heute wurde vom WDR ein fünfminütiges Video über das Einheitsdenkmal gesendet.
Darin sind u.a. Drohnenaufnahmen von der riesigen Schale aus der Produktionshalle in Nordrhein-Westfalen zu sehen.
Außerdem ist der Kreativdirektor von Milla & Partner zu sehen und zu hören.
Von Minute 4:04 bis Minute 8:43 geht es ums Einheitsdenkmal.
Bei Minute 6:48 kann man zwei mögliche Farben als Probelackierungen sehen.
Eine ist eher weiß und eine ist eher gold. Wahrscheinlich ist noch nicht entschieden, welche von beiden Farben es werden soll.
Man kann das Video hier ansehen:
https://www.ardmediathek.de
 
Der Hersteller der riesigen Stahl-Schale hat Insolvenz angemeldet.
Hier ist eine Quelle dazu:
https://www.westfalen-blatt.de/owl/...iedermehnen-einheitsdenkmal-insolvenz-2916978
Es ist leider nur eine kurze Zusammenfassung oben frei lesbar, ich habe keinen Zugriff auf den vollen Text.
Das wichtigste steht aber denke ich oben in der frei lesbaren Zusammenfassung, nämlich dass der Insolvenzantrag gestellt wurde.
Es bleibt spannend, ich bin gespannt wie es weiter geht.
 
Ich konnte dieses Projekt aus vielerlei Gründen schon lange nicht mehr ernst nehmen, aber diese Insolvenz bei einem derartigen Projekt ist meines Erachtens nach der Punkt auf dem i. Und ja, ich weiss, es wird sicher wieder Leute geben die das irgendwie und um fünf Ecken versuchen zu erklären. Ob von politischer oder bürokratischer Seite oder hier aus dem Forum. Ich finde es dennoch alles in allem nur noch hoch peinlich. Das betrifft das Jahrelange gezerre und hin und her genau so wie den Bauverlauf und nun diese Insolvenz. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ein sehr lesenswerten Artikel vom RBB mit vielen Infos:
https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2024/02/berlin-einheitsdenkmal-insolvenz.htmlIn dem Artikel ist die Aussage von Johannes Milla, dass sie bis zum Jahressende mit dem Projekt fertig sind.
Also eventuell kurz nach dem Tag der Deutschen Einheit. Aber immerhin in diesem Jahr.
Beide Seiten des Streits kommen zu Wort.
Der neue Stahlbauer war schon vor Ort und das Denkmal soll bald transportiert werden.
Laut dem Artikel war das schon vor der Insolvenz klar und soll auch unabhängig von der Insolvenz so sein.
(Der Plan könnte sich natürlich eventuell wieder ändern)

Ein weiterer interessanter Artikel, leider zum Teil hinter einer Paywall:
https://www.westfalen-blatt.de/owl/...rlin-wippe-stahlbauer-insolvenz-milla-2927966
Ganz oben im frei lesbaren Teil ist ein bemerkenswertes Bild der Schale, mit zwei Test-Lackierungen von den Zwei Farb-Opitionen des Denkmals.
"Gold" und "Weiß".
Laut dem Text unter dem Bild, und auch laut dem RBB Artikel, ist immer noch nicht entschieden, welche von beiden Farben die Schale haben soll.
In den Visualisierungen war die Schale manchmal weiß und manchmal gold.
"Weiß" ist schlichter, "Gold" würde ein bisschen zu der großen Wappenkartusche am Schloss passen.
Ich persönlich finde die Option "weiß" denke ich die bessere von beiden.

Hier ein Teil der Infos aus dem Artikel, also ein Teil der Infos daraus zusammengefasst:
In dem Artikel sagt der alte Stahlbauer unter anderem, dass er das Denkmal gerne selbst fertig bauen würde, und dass er die für den Transport fehlenden Arbeiten innerhalb von drei Wochen machen könnte, und auch schon die Transporterlaubnis für den Transport nach Berlin habe, und eine komplette Fertigstellung (inklusive dem Montieren in Berlin) bis August für möglich halte. Allerdings nur, wenn er Geld überwiesen bekommt. Es geht da, wenn ich es richtig verstehe, um einen zusätzlichen Vorschuss, weil wahrscheinlich ein Teil des gesamten Geldes laut dem Vertrag erst nach Fertigstellung bezahlt werden soll.
Es geht bei dem Streit um circa 330.000 Euro.
Von insgesamt 2,2 Millionen soll der alte Stahlbauer bisher 1,3 Millionen bekommen haben.
Ich vermute, dass es einen Teil davon laut Vertrag erst bei Fertigstellung geben soll.
Der Stahlbauer will jetzt weitere circa 330.000 Euro von den 2,2 Millionen überwiesen haben.
Und behauptet, dass diese ihm laut Vertrag zustehen, und er nicht länger die Arbeit am Denkmal vorfinanzieren kann.
Das Architekturbüro behauptet, dass diese Zahlung dem Stahlbauer laut Vertrag (noch) nicht zusteht.
Dann wurde sich gegenseitig wegen Nichteinhaltung des Vertrags verklagt, und das Architekturbüro hat den Vertrag gekündigt und die Herausgabe der Bauteile gefordert, was aber auch wegen dem Insolvenzverfahren kompliziert war/ist.
Die Insolvenz soll jetzt ja zurückgezogen werden, ein Amtsgericht muss dem noch zustimmen.
Es klingt aber in dem Artikel so, als wären beide Seiten bereit (gewesen(?)), den Streit beizulegen, wenn irgendjemand, also z.B. der Staat, diese 330.000 Euro geben/vorstrecken würde.
Für die Bundesrepublik Deutschland ist so ein Betrag an sich ja fast nichts.
Momentan wird laut Artikel nicht an dem Stahlteil des Denkmals gearbeitet.
Ich bin gespannt wie es weiter geht, und welches der beiden Stahlbauer das Denkmal fertig bauen wird.
 
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