Hochmeisterplatz

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Am Hochmeisterplatz plant die Bauwert AG dieses Jahr den Startschuss für ein weiteres Neubauprojekt mit rund 100 Wohnungen. Offenbar wurden bereits Patzschke Architekten für die Planungen beauftragt, da eine Zeichnung eines Neubaus bereits veröffentlicht wurde, bzw. im Umlauf ist.

Der Vorgängerbau, das Posthaus, wurde offenbar schon abgerissen. Volker Heise von den Grünen kritisierte den Abriss, da seiner Einschätzung nach der Bau durchaus den Denkmalstatus verdient hätte. Nun hat die Bauwert aber bereits zügig Tatsachen geschaffen, um genau solchen "Komplikationen" aus dem Weg zu gehen.

Quelle und Artikel: Berliner Woche
©Patzschke & Partners Architekten


Offenbar hat die Holtz Estate dieses Objekt zuvor an die Bauwertgruppe verkauft.
 
Die Abrissarbeiten haben im Dezember letzten Jahres begonnen, aber seit etwa 4 Wochen passiert gar nichts mehr. Das Hauptgebäude wurde entkernt und die hofseitigen eingeschossigen Nebengebäude wurden ganz abgerissen. Mit der Entfernung der Fassadendämmung wurde nur begonnen. Gerüchteweise ist zu hören, dass das Gebäude nicht weiter abgerissen, sondern in den geplanten Neubau integriert werden soll.

Das Haus Nr. 56-63, dieses Gebäude ist Bestandteil des denkmalgeschützten WOGA-Komplexes vom Architekten Erich Mendelsohn. Die Tennisplätze im Hof dieses Ensembels sollen bebaut werden, was kontrovers diskutiert wird. Dazu hier in diesem Forum mehr.
 
Besten Dank für das Teilen deiner Beobachtungen! :)

Womöglich wird der Bau in der Tat nur entkernt und ergänzt. Erst schien es ja so, als wenn man eine mögliche Ernennung zum Baudenkmal mit einem zügigen Abriss aus dem Weg gehen wollte, aber noch kann man wohl nicht gewiss sein, ob der entkernte Bau wirklich stehen bleibt.
 
Der Grund für den zügigen Abriss war vielleicht auch noch zusätzlich um zu verhindern, dass aus dem Gebäude eine Flüchtlingsunterkunft wird. Dies war ja Ende 2015 sehr aktuell.
 
Am 5.7.2016 findet um 18:00 Uhr in der Hochmeisterkirche eine Informationsveranstaltung zu diesem Neubauprojekt und zur geplanten Bebauung der Tennisplätze im benachbarten WOGA-Komplex statt. Zum WOGA-Komplex hier mehr im Forum.
 
In der Berliner Woche wird von den langsamen und derzeit pausierenden Abrissarbeiten berichtet. Anwohner geklagen den Anblick und mahnen, dass Kinder und Jugendliche die Ruine als "Abenteuerspielplatz" nutzen.
Der Bezirk sieht hier auch Handlungsbedarf bei der Baustellensicherung, jedoch könne man den privaten Investor auf seinem Grundstück nicht zu einem schnelleren Abriss zwingen.
Am 5. Juli soll um 18 Uhr eine Informationsveranstaltung in der Hochmeisterkirche dazu genauere Informationen bekanntgeben.
 
Jetzt ist es offiziell. Seit heute hängt an den Häusern rund um den WOGA-Komplex und um das ehemalige Postgebäude am Hochmeisterplatz die Einladung zur Einwohnerversammlung. Diese findet am Dienstag, 5.7.16 um 18:00 Uhr in der Hochmeisterkirche (Westfälische Str. 16 A) statt. Es wird sicher spannend zu erfahren, was genau geplant ist.
 
Ich hoffe, dass es dann auch mehr Ansichten von dem geplanten Neubau gibt.
 
Hier die ersten Eindrücke aus der heutigen Einwohnerversammlung:

Um 18 Uhr ging es los, erst zum Thema "WOGA-Komplex". Dazu hier mehr.

Um 19:40 war dann das Projekt am Hochmeisterplatz an der Reihe.
Es entstehen 114 Wohnungen (60 - 125 Quadratmeter) und 100 Tiefgaragen. Die Zufahrt erfolgt über die Nestorstr.
Das Haus wird in U-Form errichtet, zu sehen gab es aber keine Pläne sondern nur eine Ansicht vom Hochmeisterplatz aus gesehen und eine Detailansicht.
Die Baugenehmigung ist noch nicht erteilt.
Die Presse war anwesend. Mehr dazu bestimmt in den nächsten Tagen in den Medien.
 
Sehr klassisch gehalten. Gewerbeeinheiten scheinen aber offenbar nicht vorgesehen zu sein, oder?
 
Richtig, es gibt keine Gewerbeeinheiten, obwohl einige Anwohner den Wunsch nach einem Café zum Hochmeisterplatz hin hatten. Der Architekt meinte, dies würde sich nicht rentieren. Die untersten Wohnungen entstehen im klassischen "Hochparterre". Zu ergänzen wäre noch, dass alles Eigentumswohnungen sein werden (wer hätte was anderes erwartet). Was die kosten sollen, das wurde allerdings nicht gesagt. Bestimmt kein bezahlbarer Wohnraum, der ja dringend benötigt wird.
 
Offenbar greift hier die Pflicht zur anteiligen Realisierung von bezahlbarem Wohnraum nicht, da ein älterer Bebauungsplan zugrunde liegt?
 
Vielen Dank für die exklusiven Informationen! Der Entwurf ist durchaus solide und eben Bauwert-typisch klassisch. Ein bisschen Langeweile kommt dabei aber schon bei mir auf.

Ansonsten etwas schade, dass gerade hier am Platz keine belebtere Erdgeschoss-Zone entstehen kann, aber Gastronomie und co. machen eben auch immer Lärm, Dreck, Verkehr und ähnliches, außerdem lässt sich mit Wohnungen eben immernoch mehr Geld verdienen. :rolleyes:
 
Was an dem bereits abgerissenen Gebäude denkmalschutzwürdig gewesen sein soll, erschließt sich mir nicht. Von wann war das Gebäude denn? Das sieht mir nach einem typischen lieblosen 60er- oder 70er-Jahre-Bau aus. Oder täusche ich mich da?
 
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