Baukollegium

lfniederer

Bekanntes Mitglied
Was mir bis heute nicht klar war - im Baukollegium sitzen nur Personen von auswärts. Seltsam!

Dr. Verena Brehm, Architektin, Hannover
Jórunn Ragnasdóttir, Architektin, Stuttgart
Prof. Ansgar Schulz, Architekt, Leipzig
Prof. Regine Keller, Landschaftsarchitetin, München
Prof. Andreas Garkisch, Architekt und Stadtplaner, München
Prof. Kees Christiaanse, Architekt und Stadtplaner, Zürich/Rotterdam
 
Was soll daran seltsam sein? Die Mitgliedschaft im Baukollegium führt ja unweigerlich dazu, dass sich die Architekten an den Berliner Bauprojekten die im Baukollegium besprochen werden nicht mehr beteiligen können (Stichwort "Befangenheit"). Außerdem ist auch die Senatsbaudirektorin als Vertreterin des Landes qua Amt Mitglied. Bekanntlich ist diese Stelle ja inzwischen "vakant". Außerdem werden auch die Bezirksbaustadträte zu den Sitzungen eingeladen und haben dort Rederecht. Vertreter der Stadt sind also reichlich dort. Mit den externen Mitgliedern wird außerdem einem "städtischten Geklüngel" vorgebeugt, wo sich jeder kennt. Das macht mehr als Sinn.
 

lfniederer

Bekanntes Mitglied
Wie sehr die Bezirke mit einbezogen werden, merkt man ja ganz aktuell in Charlottenburg-Wilmersdorf, wo der Bezirk bezüglich der Planung für. den Bezirk bisher nicht gehört wird, und arrogant abgetan wird, obwohl er (auch mit Bürgerbeteiligung) sehr detaillierte Pläne zum Thema Hochhäuser und sonstige Bebauung vorgelegt hat. Aber jetzt wo Madame Lüscher weg ist, kann es ja vielleicht doch noch was werden.
 

RobertMoses

Silbernes Mitglied
Nur weil Frau Lüscher weg ist, würde ich da noch keine Hoffnung dransetzen. Dieser Senat wird auch weiter regieren, mit noch mehr dunkelrot und mehr grün. Und die ehemalige SED wird auch wieder das Amt für Bau und Stadtentwicklung für sich beanspruchen. Ohne Regierungswechsel wird da kein "vernünftiger(er)" Verantwortung übernehmen. Es könnte sogar noch schlimmer als mit Frau Lüscher kommen.
 

guruzug

Silbernes Mitglied
Immer noch keine Tagesordnung fuer die Sitzung am Montag. Ich denke mal dann faellt sie aus..
 

guruzug

Silbernes Mitglied

Urbanista

Bekanntes Mitglied
Sehr peinlich. Frau Lüscher wird wohl kaum die Protokolle geführt haben noch die Termine organisiert. Warum man es nicht hinbekommt zu sagen, dass bis auf weiteres keine Sitzung stattfinden wird - als Senatsverwaltung! - spricht für sich.
Zwischendurch gab es zwar ein Baukollegium, wobei man hier die Abwesenheit der ehemaligen Senatsbaudirektorin schon sehr gemerkt hat.
 

BerlinerBauleiter

Platin Mitglied
Eine Information wäre in der Tat nicht zu viel verlangt, wobei jedem bekannt sein sollte, dass es Wahlen gab und Corona sein übriges beiträgt.
 

Urbanista

Bekanntes Mitglied
Uff. Das ist so ziemlich der größte Kontrast zu den Lüscherjahren, den man sich vorstellen kann. Ich will das gar nicht bewerten an dieser Stelle, aber Trend geht mit Geisel & Kahlfeldt klar zu den Stimmann-Jahren zurück.
 

BerlinerBauleiter

Platin Mitglied
Nichts gegen die Moderne, aber die Jahre unter Frau Lüscher waren wirklich von ziemlicher Belanglosigkeit geprägt. Ich muss wirklich ernüchternd feststellen, dass unter Frau Lüscher keine wirklichen Akzente gesetzt wurden oder mir einprägsame Entscheidungen getroffen wurden. Da hätte ich mir deutlich mehr erhofft. Petra Kahlfeldt und Geisel geben da sicherlich wieder einen anderen Takt vor. Ich bin gespannt!
 

lfniederer

Bekanntes Mitglied
Also nach 14 Jahren Frau Lüscher tut Frau Kahlfeldt Berlin bestimmt gut. Sie hat vor allem Bezug zu Berlin, hat hier schon lange gewirkt. Die Schweizerin Lüscher ist meiner Meinung hier nie wirklich heimisch geworden und hat Berlin und seine Geschichte (auch Baugeschichte) nie wirklich verstanden. Ich blicke mit der Wahl von Frau Kahlfeldt optimistischer in die Zukunft.
 

Stanley Milgram

Aufsteiger
In der "Zeit" gibt es einen Bericht nach einem Gespräch mit Petra Kahlfeldt. Hier der Link.

Darin geht es um die Angriffe nach ihrer Ernennung zur Senatsbaudirektion, den geplanten Wohnungsbau und außerdem hat sie prognostiziert, dass es in Berlin mehr Hochhäuser geben wird. Den Verkauf von Wohnungsbeständen des Landes Berlin zwischen den Jahren 1990 bis 2005 von rund 200.000 Wohnungen bezeichnet sie als einen der größten baupolitischen Fehler der Vergangenheit.
 
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