Wohnquartier Cecilienstraße/Teterower Ring

maxxe

Platin Mitglied
Hier werden zwei Parkflächen, eine davon liegt seit einiger Zeit brach, neu entwickelt.

Die Berlinovo plant hier 356 Wohneinheiten verteilt auf zwei Gebäude. 120 Tiefgragagenplätze wird es geben.
Architekten sind scheinbar KSP Engel, Bauherr die Berlinovo Projektentwicklungs Gesellschaft mbH.

Wie der aktuelle Stand aussieht weiß ich nicht. Ich komme da hin und wieder vorbei, vll schaffe ich es mal Bilder zu machen.

Berlin.de Artikel
 
10 Monate später und die Arbeiten laufen auf Hochtouren.

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Meine, gemeinfrei
 
Was sind denn das für scheußliche Bunker? Waren da irgendwelche Sowjetplaner am Werk? Das graue Wetter passt perfekt dazu und fängt die Stimmung eines solchen Quartieres ein. Nun ja... "immerhin ist Wohnraum entstanden" könnte man sagen...

Wieso baut man so?
 
Dieses Unverständnis kann ich gut nachvollziehen. Manche aktuellen Projekte wirken wirklich wie aus der DDR 2.0. Quadratisch, praktisch, gut.

In Hellersdorf sind auch in der jetzigen Nachverdichtungsphase durchaus ansehnliche, teilweise auch hochwertig wirkende Bauten entstanden. Dieses Projekt hier mit dem noch eingerüsteten, baugleichen Nachbarn gehört von der Formgebung und den Proportionen sicher nicht dazu. Direkt vor Ort ist die Wirkung mE sogar noch erschreckender als es auf den Fotos erscheint. Beim Betrachten der Nordseite (zweites Foto) musste ich unwillkürlich an ein Gefängnis denken. Die Höfe auf der Südseite sind zwar offen, wirken aber aufgrund der geringen Grundfläche und der dazu nicht passenden Gebäudehöhe eher beklemmend klein und beengt.

edit: Text gekürzt
 
Zuletzt bearbeitet:
Man muss Architektur eben immer im Kontext der Umgebung sehen .. und dafür ist der Bau völlig in Ordnung. Die Seite zur Straße wirkt in der Tat etwas verschlossen, den Schallschutz hat man sich so leicht und kostengünstig gemacht. Wenige Öffnungen benötigen eben weniger hochwertige Schallschutzverglasungen. Wer günstigen Wohnraum schaffen will greift dann halt solche Mittel zurück, um die Kosten zu drücken.

Ich denke es geht in Ordnung, zusammen mit dem Neubau-Quartier schräg gegenüber an der Kreuzung Cecilienstraße/Hellersdorfer Str. wird die Gegend da zumindest etwas nachverdichtet und verliert durch die doch optisch leichte Abwechslung die Dominanz der immer gleichen Plattenbauten.
Viel mehr braucht es auch einfach nicht an diesem Ort.

Ich muss mir das demnächst mal wieder selbst anschauen.
 
Man hat hier wirklich an Sparpotential kaum etwas ausgelassen.
Balkone stehen statisch getrennt und dadurch konstruktiv simpel vor dem Gebäude. Balkon- und Fensterbrüstungen bestehen aus Streckmetall (was aber auch im Wohnungsbau anderer Preisklassen aktuell sehr gerne zum Einsatz kommt) und sind wie die Grundkonstruktion in rohem, verzinktem Stahl gehalten.
Überdachungen sind teilweise in einer Art Wellblech ausgeführt.

Die Seite zur Straße ist wie bereits angemerkt zu "glatt", ein kleiner Rücksprung des farblich und höhentechnisch bereits abgesetzten Gebäudeteils hätte das Ganze optisch etwas aufgelockert.

Und dennoch .. es sind bereits deutlich schlimmere Gebäude in den letzten Jahren in Berlin und besonders hier in Hellersdorf und Marzahn entstanden. Das Grün ist eine nette Abwechslung und die Hofsituationen sind mMn gut gelöst und sorgen zumindest zur einen Seite für etwas Abwechslung in der Höhe.
Im Kontext des Ortes ist das hier völlig ausreichend, an den meisten anderen Orten würde er aber durchfallen.

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meine, gemeinfrei
 
Im Kontext des Ortes ist das hier völlig ausreichend, an den meisten anderen Orten würde er aber durchfallen.
Die Kubatur wie auch die abweisende Straßenseite, nun rechts und links der Tollensestraße, prägen den nördlichen Zugang und damit auch den ersten Eindruck den man evtl. von diesem Viertel hat. Ein klein wenig mehr Wertigkeit in der Gestaltung wäre da schon wünschenswert gewesen.
In der letzten Bau - Boomphase in den Neunzigern hat man auch in MaHe auf solche Dinge geachtet, wie in der Geißenweide oder Ringelnatzsiedlung usw. zu sehen ist. Gebäude prägen das Stadtbild ja für Jahrzehnte und auch die Bewohner in dieser Gegend sollen sich wohlfühlen und mit ihrem Wohnort positiv identifizieren können.
 
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