WerkbundStadt - ehemaliges Tanköllager

Vielen Dank für den ausführlichen Bericht! :)
Das klingt sehr vielversprechend und ich bin wirklich gespannt. Warum durch 1-2 Hochhäuser gleich eine Gropiusstadt entstehen sollte, erschließt sich mir nicht.
Letztendlich ist das Quartier sonst sehr gemischt geplant, sodass das Quartier meiner Einschätzung nach auch gut 1-2 Hochhäuser verträgt.
 
Investa Real Estate und Baywobau sind seit Anfang des Jahres Eigentümer des Areals für die Werkbundstadt, wie Thomas Daily berichtet. Im Sommer noch will der Bezirk die öffentliche Auslegung des Bebauungsplan vornehmen.
Hoffentlich werden die Planungen so umgesetzt. Es wäre eine Sternstunde für die Berliner Architektur und Stadtentwicklung.
 
Der Name des Themas hier muss wohl umbenannt werden. Werkbund verlässt das Projekt, da offenbar die Differenzen und Streitigkeiten mit dem Investor zu groß sind. :(

Sehr traurig, dass ein solch tolles Projekt offenbar keine Chance hat auf dem Immobilienmarkt.

Quelle: Tagesspiegel
 
Ich war in der Quedlinburger Straße, wo der Wohnungs-Altbau etwas verloren auf dem Industriegelände steht, welches mal die Werkbundstadt werden sollte. Dieser wurde im letzten Jahr renoviert, aber (zumindest außen) nicht wirklich fertiggestellt.
Jedenfalls scheint im Erdgeschoss, in einer renovierten, neuen Gewerbeeinheit, ein Ausstellungsraum eingerichtet zu werden. Dort stehen drei Holzmodelle, die mich an die Entwürfe der Werkbundstadt erinnerten. Leider konnte ich das von außen, durch die Scheibe, nicht so gut einsehen und auch das Foto ist entsprechend schlecht. Inwieweit sich das also mit den ursprünglichen Entwürfen deckt, vermag ich nicht zu sagen. Ich fand es aber dennoch ganz interessant. Vielleicht ein Zeichen, dass das Projekt nicht gänzlich tot ist.

Siehe im Folgenden meine Bilder: 1. Altbau, 2. der Ausstellungsraum
7RfBDvV.jpg

ZOvHlEq.jpg
 
Das sieht da glaube ich schon seit der Präsentation des WerkbundStadts-Projektes so aus. :(
 
Dann wurde das vielleicht wieder so eingerichtet. Ich habe im Sommer 2018 mal bei einem Bick durch eine Lücke in den Planen am Zaun gesehen, dass das Erdgeschoss auch innen vollständig neu gemacht wurde. Da waren diese Modelle auf jedenfall nicht drinnen.

Aber wie schon in meinem vorigen Post bemerkt, ist das natürlich höchstens ein Indiz und nicht einmal sicher für was denn nun.
 
Das Baunetz berichtet von neuen Planungen. Demnach hat die Spreebord Projektmanagement GmbH Ingenhoven Architects mit den Planungen beauftragt. Das neue Quartier soll autofrei sein, einen "sozialen Platz" mit Einrichtungen wie einer Kita haben und sich in die Umgebung auf der Mierendorffinsel einbinden.

Das Projekt wird am Samstag (25.05.) zwischen 11 und 15 Uhr in der Berliner Universität der Künste, Mierendorffstraße 30, vorgestellt. :)
 
Das sieht irgendwie nicht danach aus, als würde sich die Planung einbinden. Jedenfalls nicht städtebaulich. Das sieht eher nach einer Reihe von Solitären aus, die frei in der Gegend rumstehen. Da machte es die alte Planung mit dem dichten und variablen Blockrand deutlich besser. Ich mag das Büro von Ingenhoven auch nicht, kein Entwurf von denen konnte mich bisher in diversen Wettbewerben je überzeugen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wirklich einbinden tut sich der Entwurf in der Tat nicht. Wirkt eher wie eine solitäre Siedlung mit klar alternativen Baukörpern.
Trotzdem noch deutlich kreativer, als z.B. die Europacity und Co.
Der Altbau an der Straße soll wohl auch abgerissen werden.
 
Bis zum 21. Juni liegt der Bebauungsplan noch öffentlich aus. Solange kann man noch Einsicht erhalten. Ob nun Ingenhovens Entwurf beim Bebauungsplan berücksichtigt wird?

Quelle: Berliner Woche
 
Die Abendschau (ab 00:01:07) berichtet von einem Kiezspaziergang. Dabei wird auf das Projekt hier auch eingegangen. 1400 Wohnungen sollen hier rund um die alten Tanklager entstehen. Quedlinburger Straße 111 als Schild ist im Beitrag zu sehen. Was nun aber genau realisiert wird, wissen wir glaube ich noch nicht so richtig, nachdem die Werkbundstadt leider begraben wurden.
 
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