Voßstraße 13 Neubau - Parkplatz hinter Plattenbauten

BerlinerBauleiter

Platin Mitglied
Hier wurde im Januar 2026 ein Bauantrag eingereicht für den Neubau eines Büro- und eines Wohngebäudes.
Offensichtlich ist das Areal zwischen Plattenbauten an der Wilhelmstraße und der Landesvertretung etc. gemeint.
 
Irgendwie schade, wenn auch gut so. Ich fand es immer klasse, dass exakt an der Stelle, wo bis 1945 Hitlers riesiger Büroraum mit dem gigantischen Schreibtisch stand, heute einfach ein heruntergekommener Schotterparkplatz war. Auf den großen Billboards am Rand der Parzelle hing oft Werbung für Antiblähungstabletten oder Ausstellungen im Jüdischen Museum. Ich liebe diese Brüche im historischen Berliner Stadtbild. Aber war ja klar, dass in so prominenter Lage irgendwann etwas entstehen muss.
 
Würde Reichskanzlei und "Führerbunker" noch stehen, wären es wohl gigantische Touristenattraktionen, aber dass an dem Ort irgendwie an die Geschichte gedacht wird, ist offenbar außer mit einer Infotafel nicht geplant.

Ich will dem nicht huldigen, aber es ist in Tat etwas seltsam, dass in der Stadt sonst überall so viel an die Geschichte erinnert wird und hier wird sie fast völlig ignoriert.

Beim Buddeln wird vermutlich hier einiges noch auftauchen.
 
Ich finde man darf dieses Land nicht auf 1933-1945 reduzieren. Es gibt SO viel Zeug über diesen österreichischen Choleriker, brauchen wir echt mehr?
 
Zuletzt bearbeitet:
Hier wurde in April die Genehmigung erteilt.
 
Ich habe gerade soeben diesen Artikel in der österreichischen Presse gefunden und vermute, dass es sich um dieses Bauvorhaben handelt, da es auch mit dem Standort der ehemaligen Neuen Reichskanzlei zusammenpasst.

Auf dem Gelände der ehemaligen Neuen Reichskanzlei soll nämlich der letzte noch erhaltene Vorkriegsbunker des NS-Regierungsviertels abgerissen werden. Geplant sind auf dem Areal ein siebengeschossiges Gebäude mit 66 Wohnungen sowie ein sechsgeschossiger Bürokomplex. Widerstand kommt von Historikern und Denkmalschützern, wie vom VereinBerliner Unterwelten, da sie den Erhalt des Bunkers fordern als wichtiges zeithistorisches Dokument und kritisieren den Abriss des letzten authentischen Relikts der NS-Machtzentrale.

Bausenator Gaebler verteidigt das Projekt und betont die Priorität des Wohnungsbaus. Zudem argumentiert er, dass der Ort nicht zu einer potenziellen Wallfahrtsstätte werden darf.

Obwohl das Landesdenkmalamt dem Bunker eine hohe historische und wissenschaftliche Bedeutung zuschreibt, steht der Bunker wegen einer früheren Weisung des Senats nicht unter Denkmalschutz. Das Landesdenkmalamt forderte im März 2025 die Prüfung des Denkmalschutzes. Aktuell sind noch 1200 qm der Bunkeranlage erhalten, mit 1,70 m starken Decken und Wänden. Der Verein Berliner Unterwelten schlägt vor, die massiven Mauern zu überbauen und im Bunker eine Ausstellung zum Kriegsende einzurichten.

Im Artikel im Tagesspiegel wurde noch ein Foto des Objekts und des Platzes hinzugefügt.
 
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