The Hub (gegenüber d. Edge East Side Tower) - Hochhaus (geplant sind 120 Meter)

Stanley Milgram

Bekanntes Mitglied
Auf der gegenüberliegenden Seite vom Edge an der Warschauer Brücke plant die Anschutz Entertainment Group ein Hochhaus. Der Investor will das Projekt mit dem Namen "The Hub" am 29.09. bei einer Sitzung des Berliner Baukollegiums vorstellen. Es soll nach den Vorstellungen von Anschutz 120 Meter hoch werden.
Entstehen soll der Turm auf der kleinen Freifläche zwischen Warschauer Brücke, S-Bahn-Gleisen und U-Bahnhof. Dort befinden sich derzeit eine Fußgängerbrücke und ein Aufzug. Außerdem sollen die U-Bahngleise perspektivisch bis zum S-Bahnhof Warschauer Straße verlängert werden. Es wird geplant, den neu zu bauenden Bahnhof und die Fußgängerbrücke zu überbauen – die Bezeichnung "Hub" in der Bezeichung bezieht sich darauf.

In der Umgebung des geplanten Turmes gibt es weitere Hochhausprojekte in Planung.
Erst vor kurzem wurde dem Bezirk durch den Senat die Planungshoheit für ein Grundstück an der Rudolfstraße 18/19 entzogen, um für ein 140 Meter hohes Hochhaus eines privaten Investors Planungsrecht zu schaffen. Dazu gibt es einen eigenen Thread.
Desweiteren soll ein Turm auf dem RAW-Gelände 100 m hoch werden.
 
The Hub bzw. grundsätzlich ein Hochhaus an dieser Stelle wird vom Baukollegium abgelehnt, mit der Begründung dies sei früher schon mal das Ergebnis einer Besprechung im Baukollegium gewesen. Man wolle keine Torsituation an dieser Stelle. Und das war es dann mit der Begründung. Anschließend wurden nur noch Fragen formuliert die teils über das Grundstück und das Bauvorhaben hinaus gingen.

Für mich hat sich das so angehört, dass das Baukollegium dort kein Hoichhaus will, aber selber auch nicht weiß, wie dieser Ort entwickelt werden könnte. Dass er entwickelt werden soll wird gleichzeitig als notwendig betrachtet. Und wie für den Bauträger Raum für eine eigene Nutzung des Grundstücks neben den öffentlichen Bedürfnissen an diesem Ort zwischen den Bahnhöfen entstehen könnte bleibt vom Baukollegium ebenfalls unbeantwortet. Dabei hat der Vortrag der Anschutz Entertainment Group hierzu schon Ansätze formuliert. Teil der Präsentation war ein öffentlicher Bereich der die verschieden hohen Ebenen und Verkehrsströme aufgreift.
 
Ja, diese Ratlosigkeit war erschütternd zu sehen. Ein Gremium von Experten sollte es eigentlich wissen. Oder es sind keine Experten. Ob sich der Senat auch hier wird durchsetzen wollen, wird man sehen. Beim Hochhaus in der Rudolfstraße war ja gut zu erleben, was plötzlich möglich, wenn der Senator mal ein wenig Vernunft und Realismus einfordert.
 
Für mich hat sich das auch so angehört das das Baukollegium dort kein Hochhaus will. Und ich wage mal die Prognose das dort in den kommenden Jahren auch nichts passieren wird. Und mal abgesehen von den Inhalten die dort besprochen worden sind - es ist wirklich nicht leicht manchen Rednern dort zuzuhören bei all den ähm´s und äh´s. Gerade für Menschen die öffentlich sprechen eine anstrengende Unart. Aber das nur am Rande.
 
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