Stadtautobahn und Berliner Ring

Jonas96

Bekanntes Mitglied
Ich gebe dir ja recht, dass wir noch ohne Straßen (für Auto, Lastwagen etc) können. Deswegen bin ich auch beispielsweise dagegen, großflächig Fußgängerzonen einzurichten. Das ist unrealistisch.
Aber denk mal nicht, dass fast alle, die aktuell ein Auto nutzen, keinen andere Möglichkeit hätten. Das wollen uns viele gerne weismachen. Ich find den Satz "wer Straßen säht wird Verkehr ernten" eigentlich ganz passend. Wenn der Raum für Autos eingeschränkt wird und die Alternativen besser werden, werden viele schon von alleine umsteigen.

Und zum Thema Kosten: ob Berlin oder der Bund das trägt ist sicherlich für Berlins Finanzen wichtig, aber auch der Bund könnte es definitiv sinnvoller einsetzen.
 

Casu

Bekanntes Mitglied
Ich sehe immer noch keine Großinitiative des Berliner Senats, der den ÖPNV als wirkliche Alternative darstellt. Da wurde in der letzten Legislaturperiode rein gar nichts erreicht. Und die selben Kräfte sind wieder am Werk. Dabei wäre doch ein optimierter extrem ausgebauter Nahverkehr jetzt das beste Gegenargument. So ist es immer die gleiche Leier: „Wir sind dagegen“...das gilt aber eben auch für U Bahnlinien, Straßenbahnen durch den Görlitzer Park und, und, und. Ohne Corona gäbe es wahrscheinlich nicht mal neue Radwege. Die Stärke des Bundes in der Autobahnfrage ist der schwache, rein taktisch-ideologische Berliner Senat...wobei die Mehrheit der Bevölkerung wohl für den Ausbau ist.
 

BerlinerBauleiter

Platin Mitglied
Eben, an dem Hassobjekt A100 wird versucht alles Versagen des Berliner Senats zu verdecken. Das meine ich, mit nicht gegeneinander ausspielen.
Die Kosten würde größtenteils der Bund deckeln, daher ist das populistische Argument "das Geld sollten wir lieber in Radwege stecken", sehr schwach, einmal davon abgesehen, dass der Berliner Senat bis auf ein paar Pop-Up-Radwegen ja nicht viel gebacken bekommen hat.

Ich fahre viel Fahrrad, habe zugleich ein Auto, welches ich eigentlich nur für das Umland und kleinere Reisen und Ausflüge selten nutze. Man sollte den individuellen Autoverkehr aus der Innenstadt sicherlich zurückdrängen, keine Frage, aber Berlin ist flächenmäßig eben auch riesig und wie gesagt müssen Lieferverkehr, Handwerk und co. weiterhin mit dem Auto fahren, da der neue Kühlschrank eben nicht auf dem Fahrrad kommt und auch der Supermarkt so nicht befüllt werden kann.
Ich hätte lieber starke Autobahnringe und eine Art "Innen-Ring", im Idealfall unterirdisch oder eingetunnelt, der große Teile des Verkehrs absaugt und um die Stadt und Kieze leitet.
Die reine Ablehnung der A100 erscheint mir oftmals sehr borniert und ideologisch. Ich würde wohl eher den Weiterbau befürworten und gleichzeitig endlich eine deutliche Initiative vom Berliner Senat erwarten und darüber hinaus eigentlich vom Land Berlin und Land Brandenburg für die ganze Region was den ÖPNV-Verkehr angeht und da hilft dieses Klein-Klein-Denken auch oftmals nicht weiter. Das wir Ernst an 3-4 Linien nun eine Station mehr planen. Da sind die Planungskosten extrem hoch, sodass man direkt 4-5 Stationen ausbauen sollte, insbesondere vor dem Hintergrund, dass diese Projekte eh 10-20 Jahre Umsetzungszeit derzeit in Deutschland benötigen.
 

ghuebi

Aufsteiger
Einfach herrlich! Viel deutlicher kann ein Bundesministerium der Politik eines Bundeslandes nicht den Mittelfinger zeigen als bei dieser Entscheidung..
 

StefanM

Bekanntes Mitglied
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Das Thema Abgase dürfte sich aber mittelfristig praktisch erledigen.
Die Planung für den 17. Abschnitt soll bis 2025 abgeschlossen sein. Eh dann Baubeginn ist und vorher alle geklagt haben dürften noch mal 5 Jahre vergehen. Optimistisch könnte der Abschnitt dann 2035 fertig sein. Bis dahin sollte der Anteil von Elektroautos bei weit über 50% liegen und für Verbrenner wird es dann sicher auch eine entsprechende Maut wenn nicht sogar Fahrverbote in der gesamten Stadt geben.

Individualverkehr auf 4 Rädern wird man aber sicher nie ganz abschaffen....auch wenn das der feuchte Traum einiger ist.

Was man den Planungen des 17. Abschnittes auf jeden Fall abringen sollte ist eine unterirdische Führung ab dem Ende des jetzigen 16. Abschnittes und nicht erst nach Überqueren der Spree. Also praktisch der gesamte 17. Abschnitt in Tunnellage.
Was noch mit bei sein sollte ist eine Zu- und Abfahrt in Tunnellage entlang der gedachten verlängerten Tamara-Danz Straße hin zum Mercedes-Platz.

Das wäre eine Sache die das Land Berlin dem Bund abverlangen könnte.
 

Signalgrau

Mitglied
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