Quartier an der Warschauer Brücke - 150 Meter Hochhaus - Tchoban Voss

Die städtebauliche Figur ist gut geworden und mir gefällt die Drehung des Turms um eine Sichtachse oder Sichtbeziehung und gleichzeitig einen Stadtplatz zu schaffen weiterhin sehr gut. Die Höhenreduktion des Kopfbaus finde ich passender, da das niedrige Bauvolumen am Warschauer Platz einen guten Vermittler zwischen der niedrigen Ubahnstation, Werkshallen und Mäuseturm und der anschließenden Blockrandtraufhöhe des niedrigeren Rudolfskiez macht, anstatt sich an den Traufhöhen der Warschauer Straße zu orientieren und diese zu überragen.

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(c) Henning Larsen Architects / Mein Berlin Dokumentation Werkstattverfahren

Wie aussagekräftig sind eigentlich diese Visus oder bleibt es erstmal nur beim Städtebau, sodass man erstmal anhand der Bilder Aussagen über Baumasse/Räume sowie Oberflächen/Materialien treffen kann? Die (hoffentlich Platzhalter-) Architektur des Turm scheint etwas aus der Zeit gefallen und wirkt auf mich recht beliebig und es kommt mir vor als würden diese Art von Gebäuden in besserer Ausführung doch schon zu hunderttausenden seit 30 Jahren in jeder südamerikanischen Großstadt stehen.
 
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Mir gefällt der Komplex richtig gut, dass Ocker von dem Sockelbau harmoniert gut mit dem Weiß Beige des Hochhauses. Und auch die abgerundeten Ecken des Sockelbaus ist endlich Mal was anderes. Ich hoffe, sie schaffen es noch bis zur Abgeordnetenhaus-Wahl im September, sonst sehe ich leider schwarz für das Projekt, sollte sich die Regierung ändern.
 
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Wie aussagekräftig sind eigentlich diese Visus oder bleibt es erstmal nur beim Städtebau, sodass man erstmal anhand der Bilder Aussagen über Baumasse/Räume sowie Oberflächen/Materialien treffen kann? Die (hoffentlich Platzhalter-) Architektur des Turm scheint etwas aus der Zeit gefallen und wirkt auf mich recht beliebig und es kommt mir vor als würden diese Art von Gebäuden in besserer Ausführung doch schon zu hunderttausenden seit 30 Jahren in jeder südamerikanischen Großstadt stehen.
Meine Zeit im Baurecht ist eine gute Weile her, aber so wie ich die Webseite jetzt schnell lese, handelt es sich hier bislang zumindest formell noch um Bauplanungsrecht. Siehe bspw. die Formulierung "bis zu 167 m Hochhaus". Normalerweise würden die konkreten Pläne dann im Baugenehmigungsverfahren den Behörden mit erhöhter Feingliedrigkeit und Verbindlichkeit vorgelegt (da kann es dann später aber auch ggf. noch Änderungen geben).

Hier ist man aber in einem Zwischenfall, da es sich um einen Vorhabenbezogenen Bebauungsplan handelt (wikipedia). Also etwas abstrakter Inpu meinerseits, aber ich gehe davon aus, dass hier noch erhebliche Veränderungen erfolgen können.
 
Untenstehend ist die E-Mail Adresse zu Anregungen. Da die Poststelle dort wahrscheinlich von Hassmails übersät wird, wäre ein kleines "Danke" von Stadtentwicklungsfreunden wahrscheinlich auch mal angebracht. Ich habe jedenfalls eine kleine Dankes-email geschickt, mit der Anregung, doch im EG auf den ursprünglichen Entwurf der Tamara Danz Höfe zurückzukommen. Ist ja schon ein ziemlicher Riegel und eine schönes EG bzw Sockel, könnte versöhnlicher wirken.

V-67@senstadt.berlin.de
 
Sind rechtliche Einwendungen mühsam und noch so schwer, kommt halt von irgendwo ne Kröte her (oder Fledermäuse)...
In Pankow findet man auch immer wieder skurille Umweltgründe, warum dort ein Wohnquartier nicht gebaut werden kann.

Ärgerlich... es ist nun nicht so, dass in Berlin Investoren Schlange stehen würden (und dabei noch irgendwie mehr als die übliche 0815 Raster oder Renditearchitektur versprechen).
 
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Ich finde er argumentiert sehr souverän und sachlich.

Die Grünen sind immer gegen Versiegelung etc. und wenn man dann in die Höhe bauen will, ist es auch nicht gut.

Man befürchtet Verdrängung, okay, aber wie Gaebler sagt müsste man dann auch kommunizieren, dass keine Leute mehr nach Berlin ziehen dürfen.
Dass durch Neubau der Mietspiegel steigt, ist nun einmal immer so. Es wird kein Zurück in Berlin in 90er geben mit Leerstand und extrem niedrigen Mieten.

Soziale Aspekte sind natürlich wichtig, aber es sollen ja auch 1/3 Sozialwohnungen hier entstehen.
 
Der Beitrag vom Rbb war dermassen parteiisch,dass es einem schlecht werden konnte. Im Vorbericht nur Gegner zu Wort kommen lassen, die ganzen üblichen immergleichen Vorwürfe von Verdrängung, den bösen Investoren und steigenden Mieten.
DIe Fragen dann auch ziemlich aggressiv, übliches Rbb Intrrview. Gäbler ist seit Jahren einzige SPD'ler der pragmatich, sachlich aber auch deutlich eine vernünftige Stadtentwicklung vertritt und auch die Probleme anspricht.
Ich kenne niemanden, auch nicht von der CDU, der dies so konsequent vertritt und innerhalb der überwiegend linken SPD Parteiriege ist er neben Frau Giffey jemand der wenigstens halbwegs den ganzen Populismus der Grünen und Linken und deiner eigenen Partei entgegentritt.
 
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