Quartier an der Warschauer Brücke - 150 Meter Hochhaus - Tchoban Voss

Ich möchte nur mal in den Raum stellen, das immer höhere Gebäude auch immer mehr Menschen auf engem Raum bedeuten und die Infrastruktur nicht mitwächst. Es macht also durch aus Sinn genau aus diesem Grund die Höhen der Gebäude zu beschränken.
 
^Genau deswegen gab es in Berlin auch einen Rahmenplan für Hochhauscluster. Die Entscheidung war, diese immer nahe an U- und S-Bahn Knotenpunkten zu bauen. Auch das ist hier gegeben. Man kann an der ganzen Warschauer Brücke nicht parken, praktisch jeder kommt mit dem öffentlichen Nahverkehr. Ich wüsste also nicht was eine Reduktion von 150 Meter auf 90 Meter bringen soll? Andere Städte schaffen das auch. Friedrichshain kann Steuereinnahmen dringend gebrauchen (aus Grundsteuer, Gewerbesteuer, etc.)
 
Bzgl. des Hochaus ist folgendes aus dem Kiez zuhören:

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Die Leute die ich kenne und auch flüchtige Begegnungen simd gegen dieses Vorhaben in dieser Dimession.
Die Personen wohnen, arbeiten und flanieren in diesem Kiez.
Ich bin da persönlich im Zwispalt und muss Florian Schmidt auch zu Gute tragen, dass er den Umbau des Karstadt am Herrmanplatz verhindert hat (siehe Elbtower) oder auch das Hotel in der Laskerstr. (Fremdkörper für die Klibkultur für die Berlin weltweit bekannt ist).
 
Mmh, Herr Schmidt wollte den Umbau am Hermannplatz verhindern. Er ist wegen der Signapleite nicht gekommen. Nur was da jetzt ist, ist halt noch viel schlimmer. Und von einem Konzept von Herrn Schmidt dazu habe ich nie was gehört. Er kümmert sich halt nicht, obwohl mit 10.000,- im Monat gut bezahlt.
Dass „die Leute“ dagegen sind, ist jetzt nichts Neues, denn diese Haltung hat das Land dorthin gebracht, wo es steht. Im Kleinen keine Wohnungen, im Großen Verlust der wirtschaftlichen Kraft. Jede Medaille hat halt 2 Seiten und Herr Schmidt träumt als Erlöser laut vom Paradies, dass ihm andere bezahlen sollen. Auf Dauer geht das halt nicht gut.
 
Ich möchte nur mal in den Raum stellen, das immer höhere Gebäude auch immer mehr Menschen auf engem Raum bedeuten und die Infrastruktur nicht mitwächst. Es macht also durch aus Sinn genau aus diesem Grund die Höhen der Gebäude zu beschränken.
In Berlin ist würde ich sagen, oftmals das Gegenteilige der Fall. Brachen und Kleingarten Siedlung befinden sich neben teurer Infrastruktur wie U-Bahn, S-Bahn und co. und Berlin ist über enormen Flächen verteilt und nutzt viele Infrastruktur äußerst ineffizient.
Kein Zweifel viele Infrastruktur ist marode, Taktung von 10-Minuten sind Jenseits von Gut und Böse, aber es macht durchaus Sinn Infrastruktur wie U-Bahn auch durch höhere Bebauung zu nutzen.
Berlin ist wirklich extrem provinziell in der Hinsicht und das verkörpert für mich dieses generelle Dagegenhalten von Leuten wie Schmidt. Ich war erst in Madrid, beeindruckend wie diese Stadt sich entwickelt, wie man noch immer für 8,6€ ne 10er Karte kaufen kann für einen unglaublichen Nahverkehr mit U-Bahnen die im 2min-Takt fahren.
In Berlin verliert man sich im klein klein, in Madrid und co. haben die Leute Visionen und das große ganze im Blick und es funktioniert inzwischen vieles deutlich besser als in Berlin.
 
Da muss ich @BerlinerBauleiter Recht geben. Berlin ist eine extrem in der Fläche ausgedehnte (man könnte auch sagen "zersiedelte") Stadt mit für seine Größe eigentlich sehr geringer Dichte. Gerade die Umgebung des hier betrachteten Standortes spricht doch Bände, wenn man ein paar Meter weiter auf die eigentlich in bester, ultrazentraler Lage befindlichen Grundstücke nördlich der Stadtbahn zw. Warschauer Str. und Ostbahnhof schaut. Lange Zeit war dort überhaupt nix und nun stehen da seit Jahren Baumärkte und dergleichen, wie man sie in Form und Größe eher an Ausfallstraßen am äußersten Stadtrand erwarten würde.
 
„Hochhauswahn“ so der Titel des dazu in der BVV gefassten Beschlusses - es lebe der Populismus

Hier eine kurze Zusammenfassung eines TSP-Artikels zu einem weiteren Hochhausplan, der demnächst im Baukollegium vorgestellt wird:

Direkt gegenüber dem Amazon-Tower an der Warschauer Brücke plant die Anschütz Entertainment Group („The HUB“) ein 120 Meter hohes Hochhaus, das auf einem Grundstück auf der Ostseite der Brücke entstehen soll. Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg lehnt das Vorhaben ab und kritisiert, dass das Projekt intransparent am Bezirk vorbei über das Baukollegium beraten werde, was die Planungshoheit des Bezirks unterlaufe. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung weist diese Kritik zurück und betont, dass das Baukollegium öffentlich tagt und kein Präjudiz für eine Entscheidung sei. Bereits 2020 gab es eine Voranfrage durch die AEG an das Stadtplanungsamt des Bezirks, die abgelehnt wurde; inzwischen wurde zusätzlich eine informelle Prüfung bei der Senatsverwaltung eingereicht, die Hinweise zur weiteren Entwicklung des Projekts lieferte. Baustadtrat Florian Schmidt bezeichnet den Vorgang als „undemokratisches Hinterzimmerverfahren“, da Bebauungsplan und potentieller Wettbewerb übereilt aufgesetzt würden. Die Auseinandersetzung thematisiert Grundsatzfragen zu Stadtentwicklung und Zuständigkeiten zwischen Senat und Bezirken. Am Ende wird das Projekt „The HUB“ auf der Sitzung des Baukollegiums debattiert werden, wobei noch keine Entscheidung gefallen ist.

https://www.tagesspiegel.de/berlin/...ter&utm_source=leute-friedrichshain-kreuzberg

Meine Meinung: der Senat betreibt konsequent die Entmachtung des Baustadtrats…dafür Daumen hoch
 
Ich bin etwas verwirrt. Handelt es sich hierbei wirklich um den von Herrn Tchoban bei der Sitzung des Baukollegiums vorgestellten Turm?
War dieser nicht 150m (oder 90 nach Meinung des Kollegiums)? ... Von 120 m war dort nie die Rede. Und der Name "The HUB" fiel dort auch nicht. Übrigens gibt es ein großes Projekt in Spandau, welches sich exakt gleich (The HUB) nennt.

Ist es der selbe Turm, oder sind hier aktuell zwei Türme in der Diskussion?
Bitte um Aufklärung :)
 
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