Quartier an der Warschauer Brücke - 150 Meter Hochhaus - Tchoban Voss

In der BZ erschien heute ein Artikel. Darin spricht man von einem neuen 140-Meter-Turm, der aus der Mitte eines hochverdichteten Sockels mit Gewerbe sowie Studenten-und Sozialwohungen erwächst. Mir persönlich ist es hochsympathisch, wenn hier auf kleiner Stelle und mit bester Anbindung 500 Wohungen aus dem Boden wachsen. Neben viel anderem braucht es auch genau so etwas gegen die ewigen Bremser in Zeiten von schlimmer Wohnungsnot. Immer werden tausend Gründe genannt, warum's nur 4 Stockwerke sein dürfen und warum alles ganz furchtbar 'behutsam' entwickelt werden muss. Auf dem Wohungsmarkt geht's für die Menschen nämlich alles andere als behutsam vor sich.

https://www.bz-berlin.de/berlin/berlin-skyline-neues-hochhaus
 
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In der Lage und an der Stelle durchaus interessant und denkbar. Man braucht mehr Höhe in Berlin, um Flächen effizienter nutzen zu können und nicht nur Flächen, sondern die top Anbindung in der Lage auch.
P.S.: der Link funktioniert bei mir nur leider nicht.
 
TSP-Artikel hinter Bezahlschranke https://www.tagesspiegel.de/berlin/...liner-senatorin-giffey-um-hilfe-13652872.html, aber inhaltlich so geil - ˋtschuldigung, aber man muss es so sagen - dass ich ihn posten muss: Bullerbü-Schmidt bittet Giffey um Hilfe. Man habe jetzt 20 Jahre, in Worten Zwanzig Jahre, u.a. mit Gewerbetreibenden geplant, um dieses Viertel weiterzuentwickeln, und jetzt würden diese 20 Jahre, in Worten Zwanzig Jahre, Planung und damit das Gewerbe vor Ort durch die Hochhauspläne gefährdet.
Um einen mehr oder weniger bekannten YouTuber zu zitieren: ich möchte nicht wissen, wie viel Lack dieser Mensch gesoffen haben muss.
 
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Liebe Mitstreiter,

heute habe ich durch Zufall etwas überraschendes an der Warschauer Straße gesehen. Im Stadtteilbüro hingen genauer Pläne zum "Quartier an der Warschauer Brücke" aus. Ich konnte das leider nur sehr schlecht einfangen, wegen der spiegelnden Fensterscheibe - im Internet selbst konnte ich nichts finden. Das sind aber die konkretesten Pläne bislang.

Zusammenfassung:

Höhe & Investor​

  • Die Atrium Development GmbH plant ein Hochhaus mit einer Höhe von 150 Metern – damit würde es den bestehenden „EDGE East Side Tower“ überragen entwicklungsstadt
  • Anfängliche Entwürfe sprachen von 140 Metern, doch im Verlauf der Präsentation im Berliner Baukollegium wuchs der Turmentwurf auf 150 Meter – begleitet von der Aussicht, dort 800 bis 1 000 Wohnungen zu errichten entwicklungsstadt+1

Politische und städtebauliche Dimension​

  • Der Berliner Senat hat dem Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg das Planungsverfahren entzogen (Verfahren V-67), weil er ein dringendes öffentliches Interesse am Wohnungsbau sieht und sich schnelle Fortschritte erhofft – mit einer möglichen Fertigstellung des Bebauungsplans bis Ende 2026 entwicklungsstadtBerliner Kurier
  • Der Bezirk bemängelt jedoch, dass der Entwurf zu viel Luxuscharakter habe, zu wenig bezahlbaren Wohnraum biete und städtebauliche Leitlinien vernachlässige Berliner Kurierentwicklungsstadt.

Kritik des Baukollegiums​

  • Das Berliner Baukollegium zeigte sich grundsätzlich offen für eine Hochhausbebauung – jedoch lehnt es die aktuelle Höhe von 150 Metern ab. Stattdessen empfahl es eine deutliche Reduktion, etwa auf rund 90 Meter, um eine bessere städtebauliche Einbindung zu gewährleisten entwicklungsstadt.
  • Es gibt erhebliche Bedenken hinsichtlich der Wohnqualität: Viele Wohnungen orientieren sich lediglich nach Norden, was zu unzureichender Belichtung führt. Auch die dichten Innenhöfe und der fehlende wohnungsnahe Freiraum sind problematisch. Das Baukollegium kritisiert, dass die Darstellung solcher Flächen im Projektentwurf unklar oder gar nicht vorhanden sei entwicklungsstadt.

Zusammenfassung auf einen Blick​


ThemaDetails
Investor & ProjektAtrium Development GmbH plant Hochhaus mit 150 m und bis zu 1 000 Wohnungen
PlanungszustandVerfahren vom Senat übernommen, Schnellabschlüsse bis 2026 angestrebt
Kritik (Stadt & Baukollegium)Höhe zu hoch, Mangel an Wohnqualität, fehlende Freiräume, einseitige Ausrichtung
Empfohlene HöheReduktion auf etwa 90 Meter zur besseren städtebaulichen Integration

Nun zum Bildmaterial:

1. Eine grobe Baumassenstudie: (hier sind es höchstens 90 Meter) ((c) Tagesspiegel)
49984676pd.jpg


2. Nun der Aushang am Bürgerbüro (wahrscheinlich Auszüge aus den Sitzungen des Baukollegiums (c) Tchoban Voss, Fotografie von mir)
A) Seitenansicht der Stockwerke
49984677ep.jpg

B) Visualisierung des Turms:
49984678qx.jpg
 
Diese geradezu infantile Begrenzung der Höhe von sogenannten Hochhäusern erscheint mir inzwischen pathologisch zu sein. Wieso ist ein HAus mit 90 Metern Höhe ok, aber mit 150 Metern ist es "unerträglich"? Ich fände eine Anhäufung von wirklichen Hochhäusern, auch gerne über 150 Meter in dieser Ecke durchaus reizvoll.
 
Naja, es wird tweilweise schon argementativ begründet, warum das Baukollegium hier eher 90m sieht als 150m.
Zu einem gewissen Teil kann ich es schon verstehen, dass die Höhenentwicklung In Richtung Osten mit der 150m Planung dort ein eher abruptes Ende nach Osten findet. Zu einem kleinen Maß stimme ich dem zu. Aber dass sie den Edge East Side als den höchsten Turm vor Ort sehen ist eine rein subjektive Einschätzung, die schlichtweg nicht objektiv begründbar ist ... warum sollte er das bleiben? Er hat keine historische Relevanz etc., die ihn als prägnante städtebauliche Figur schützenswert macht. Da gehe ich nicht mit. Ich hätte mir hier uach sehr gut mehr als 90m vorstellen können.

PS.: Das Areal wurde in dem Thread hier, damals noch als Tamara-Danz-Höfe, besprochen. @BerArcUrb Zusammenführen und Titel anpassen, oder aufgrund neuer Planung als eigenständigen Thread fortführen?
Dieser Thread hier behandelte auch ein mögliches 60m Hochhaus in der Helen-Ernst-Straße. Der genaue Standort wurde nie geklärt, aber das könnte auch auf das Areal passen. Also 2 Threads (vll. 3 mit dem Helen-Ernst-Str.-Thread) für das selbe Areal.
 
Die Tamara Danz Höfe sind ja (leider, fand sie eigtl ganz schön) obsolet. Von daher passt ein neuer thread schon aus meiner Sicht. Zum Baumkollegium: Wenn es so weitermacht, erschließt sich mir der Wert desselbigen so langsam nicht mehr. Schließlich kommt weiter "unten" entlang der Spree auch nochmal ein Hochpunkt mit dem Treptower. Außerdem würde an der Warschauer Brücke, einer der Hotspots des kreativen Nachtlebens, eine Torsituation entstehen. Was soll hier eine Begrenzung der Höhe bringen?
 
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Bzgl BSR: Während der letzten Sitzung des Baukollegiums wurde unter anderem eine Ansicht des Areals samt Nachbarschaft gezeigt. Auffällig war hier auf dem BSR Gelände ein geschlossener Block inkl. eines weiteren ca. 90m hohen Hochhauses. Im darauf nachfolgenden Schwarzplan war dieses ebenfalls - wie alle Hochpunkte (existierende wie geplante) orange hervorgehoben.
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© Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen / Tchoban Voss
 
Während der Sitzung hatte sich Florian Schmidt (ich kann diesen Mann beileibe nicht ausstehen) etwas motzig darüber bei Herrn Tchoban informiert, warum dieser Hochpunkt und auch der Hochpunkt auf dem RAW Gelände in den Planungen dargestellt wurde ... anstatt irgendetwas konstruktives beizutragen.
 
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