Quartier an der Warschauer Brücke - 150 Meter Hochhaus - Tchoban Voss

Schade, aber das Projekt "Tamara-Danz-Höfe" scheint vorerst auf Eis zu liegen oder vom Tisch zu sein.
Zumindest kann man zu dem Schluss kommen, da die bereits leergeräumten Immobilien in der Rudolfstraße 18, die für den Neubau weichen müssen, nun wieder zur Vermietung angeboten werden.
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"Laufzeit 5 Jahre mit offener Option"
 
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Die Morgenpost berichtet heute über ein mögliches neues Wohn- und Geschäftshochhaus gegenüber dem Amazon Tower. Das kann dann eigentlich nur dieses Grundstück sein, das ja auch schon vor Jahren als Hochhausstandort im Gespräch war. Nachdem der (schöne) Entwurf der Tamara Danz Höfe sich leider in Luft aufgelöst hat, wäre das ja mal wieder etwas Licht am Ende des Tunnels. Scheinbar möchte der Senat in diesem Fall den Bezirk zu einer Genehmigung für Wohnen zwingen. Bisher ist das Grundstück nur für Gewerbe vorgesehen. Wie das funktionieren soll ist mir aber schleierhaft, denn das Grundstück liegt ja direkt an der S-Bahn.

https://www.morgenpost.de/bezirke/f...t-neues-hochhaus-gegenueber-amazon-tower.html
 
Die Atrium Development Group plant statt der ursprünglich vorgesehenen „Tamara-Danz-Höfe“ nun den Bau eines über 30-stöckigen Hochhauses im Rudolfkiez nahe der Warschauer Brücke. Während die ursprünglichen Pläne ein niedriges Quartier mit Gewerbe, Kultur und kreativen Nutzungen im Stil historischer Gewerbehöfe vorsahen, soll das neue Hochhaus eine Mischung aus Wohnen, Büros, Hotel und Gewerbe bieten.


Diese Änderung führt zu einem Konflikt zwischen dem Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg und dem Berliner Senat. Der Bezirk wollte das Areal ausschließlich für Gewerbe nutzen und lehnt Wohnungsbau dort ab. Der Senat hingegen befürwortet das Hochhaus, da es bis zu 500 Wohnungen, darunter sozial geförderte Einheiten, schaffen soll. Senator Christian Gaebler (SPD) unterstützt die neuen Pläne und setzt den Bezirk unter Druck, der sich bislang weigert, seine Planungsziele anzupassen.


Falls der Bezirk nicht innerhalb von zwei Wochen zustimmt, könnte der Senat das Verfahren übernehmen – ähnlich wie beim umstrittenen Hochhausprojekt „Urbane Mitte“ am Gleisdreieck. Damit könnte es in den kommenden Jahren zu weiteren Hochhäusern in Friedrichshain nahe der RAW-Gelände kommen.
 
Hier gibt es die Infos ohne Bezahlschranke https://entwicklungsstadt.de/friedrichshain-bald-drei-hochhaeuser-an-der-warschauer-bruecke/
Da werden die Grünen gleich mal wieder ihre Fußtruppen organisieren…kennt man ja schon aus anderen Kontexten der vergangenen Wochen.
Ansonsten unglaublich, wenn man im Artikel liest, dass der Wettbewerb für das RAW-Gelände bereits 2022 abgeschlossen wurde, bis heute jedoch noch kein Stein bewegt werden konnte… Bauverhinderrungsstsdtrat
 
Das 100 Meter Hochhaus am RAW Gelände ist aber separat zu betrachten. Die über 30 Stockwerke mit Mischnutzung wären wahrscheinlich an der Rudolfstraße (ehemals Tamara Danz Höfe) und ragen dann vorraussichtlich 120 Meter in den Friedrichshainer Himmel.
 
Schade, ich fand das ursprüngliche Projekt der Tamara Danz Höfe sehr gut für die Ecke und sehe nicht den Bedarf für ein Hochhaus dort. Wohnbau ist doch an der Ecke total unangebracht und nur ein Druckmittel des Investors, um von der veränderten Situation zu profitieren.
 
Ja und nein. Wir müssen halt endlich raus aus dem Bullerbü-Kindheitstraum. Die Stadt, das Land hat ein massives Wohnungsproblem. Wenn wir aber weiterhin nur auf Wunsch- bzw. Traumprojekte setzten, um eine kleine Klientel (das Fußvolk darf ja gern nach Marzahn ziehen) zu bedienen, dann verlieren wir alle (im globalen Wettbewerb). Auch ist klar, dass es ohne Investoren nicht geht und ich halte es für absolut richtig, dass wir auch deren Interessen berücksichtigen. Herr Schmidt würde die Träume seiner schlaflosen Nächte wahrscheinlich bis in alle Ewigkeit durch den Länderfinanzausgleich bezahlen wollen. Im nun geplanten Projekt ist dagegen an viele gedacht, eine höhere Bebauung schadet der Stadt nicht, ist vielmehr geboten. Insofern Respekt vor Herrn Gaebler, der an dieser Stelle positiv aus der Denke seiner Partei heraussticht. Bitte weiter so.
 
Florian Schmidt's Beitrag bisher hat sich auf die Funktion eines Bremsklotz beschränkt. Er steht der CSU in München an Konservatismus in nichts nach. Nur das der Status Quo in Berlin leider um einiges verdreckter und heruntergekommener ist. Ich bin sicher kein Fan von Gentrifizierung, aber es scheint einfach nicht ohne zu gehen..
 
Der Konservativismus in Bayern hat allerdings einen Return on Invest, so dass jeder Bayer € 559,- pro Jahr an Berlin zahlt. Und da man Einwohner ist, kann man sich noch nicht mal fremdschämen :( sehr, sehr traurig
 
Ein Hochhausprojekt hier Nähe Bahntrasse etc. finde ich völlig in Ordnung. Berlin ist in vielerlei Hinsicht so provinziell, auch was das Bauen auf Traufhöhe an vielen Stellen noch betrifft.
Der vorherige Entwurf war nicht schlecht, aber höher Bauen schafft mehr Fläche auf weniger Boden.
 
Ja und nein. Wir müssen halt endlich raus aus dem Bullerbü-Kindheitstraum. Die Stadt, das Land hat ein massives Wohnungsproblem. Wenn wir aber weiterhin nur auf Wunsch- bzw. Traumprojekte setzten, um eine kleine Klientel (das Fußvolk darf ja gern nach Marzahn ziehen) zu bedienen, dann verlieren wir alle (im globalen Wettbewerb). Auch ist klar, dass es ohne Investoren nicht geht und ich halte es für absolut richtig, dass wir auch deren Interessen berücksichtigen. Herr Schmidt würde die Träume seiner schlaflosen Nächte wahrscheinlich bis in alle Ewigkeit durch den Länderfinanzausgleich bezahlen wollen. Im nun geplanten Projekt ist dagegen an viele gedacht, eine höhere Bebauung schadet der Stadt nicht, ist vielmehr geboten. Insofern Respekt vor Herrn Gaebler, der an dieser Stelle positiv aus der Denke seiner Partei heraussticht. Bitte weiter so.
Die Lüge daran ist doch dass die gesamte Umgebung der Warschauer Brücke aus Flächen des Landes bestand und nebenan ein riesiges Luxusquartier geschaffen wurde (innerstädtisch!), welches Wohnraum in befriedigendem Maße hätte bereit stellen können. Nun gibt es in Folge dessen, unteranderem, Wohnraummangel, welchen man nun versucht durch Wohnbau für die breite Masse an den ungeeignetsten Orten auszugleichen. Nur als Vergleich: beide Upside-Türme (Max & Moritz) mit 85m und 95m beinhalten zusammen 420 Wohnungen. Da könnt ihr also euch selber ausdenken was für wunderbare Microapartments mit Ausblick zur Stadtbahn hinkommen werden.

An diesem unangenehmen Ort Wohnraum für eine breite Masse anbieten zu wollen, offenbart ein fragwürdiges Weltbild. Wohnungen so klein, dass man sich nicht in ihnen aufhalten kann und lieber Essen gehen soll in der East Side Mall. Man muss schon kritisch bleiben und nicht nur weil man Hochhäuser für Fortschritt hält alles gut heißen.

Zur Wahrheit gehört einfach, ich spreche mal für alle hier, dass keiner von uns in all diese Bauprojekte die auf der Seite besprochen werden, jemals einziehen kann, da sie einfach zu teuer sind. Was uns allen viel wahrscheinlicher droht ist nämlich eines dieser Mikroapartements.

Und wenn sich Provinzialität durch niedrige Traufhöhe auszeichnet, dann muss wohl Paris der provinziellste Ort auf der ganzen Welt sein! ;)
 
Ich finde es schwierig, von Wahrheit zu sprechen, weil das der anderen Seite Unwahrheit unterstellt. Es braucht Wohnungen. Da nützt es wenig darüber zu philosophieren, was andere früher wohl falsch gemacht hätten. Außerdem hat man im Viertel doch Wohnungen gebaut. Ja, klar, für die Mittelschicht. Und? Die brauchen keine Wohnungen? Die Stadt besteht nicht nur aus Prekariat, das als Opfer denjenigen dient, denen Sinn im Leben fehlt.
 
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An Ifniederer: Du hast vollkommen recht. Den Bayern hat man ja auch genug H…. reingesteckt und schon allein mit ihrem Flughafen beste Startbedingungen geschaffen, die auch heftigst protektioniert werden. Dafür muss man halt an andere blechen. Nichtsdestotrotz, wir müssen die Potenziale unserer Stadt so gut es geht in unserem Sinne nutzen. Dann muss man auch nicht betteln.
 
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