Molkenmarkt & Klosterviertel (Bebauungsplan 1-14)

Gestern fand die 103. Baukollegiumssitzung statt, die sich mit dem Molkenmarkt befasst hat. Ich hab große Teile des Livestreams interessiert verfolgt. Leider erst heute, sonst hätte ich auch Fragen gestellt.
Meine Einschätzung ist, dass der Vertreter für die WBM, also ein Eigentümer mit großen Flächen am Molkenmarkt, den "wertvollsten" Beitrag geliefert hat. Er hat das Ganze von eine eher stadtplanerisch/theoretischen Ebene auf eine praktische Ebene gebracht. Was mich gefreut hat ist, dass er klar und deutlich herausgestellt hat, dass man sich des Standortes bewusst ist und entsprechende Architektur anstrebt. Kann alles heißen aber ich hoffe auf Kleinteiligkeit und optische Anschlüsse and die Historie.
Seltsam entrückt wirkten auf mich die Mitglieder des Baukollegiums. Auch der Rest war eher eine Zusammenfassung dessen was man alles schon weiß.. Historie, Rahmenplan, Gestaltungshandbuch... Nichts Neues also.
 
Ja, ich fand es auch zermürbend rekapitulierend, ohne dass irgendetwas Neues oder Konkretes dabei zu erfahren war. Auch wirkten alle sehr technokratisch verkopft, ohne dass man für irgendeine ästhetische oder sonst verständlich greifbare Vision brannte. Es hatte fast etwas von schwarzer Comedy über Menschen, die Stunden um Stunden reden, ohne irgendetwas zu sagen. Alles ein bisschen gruselig und sehr enttäuschend.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dieses Baukollgegium, das nur beratend wirken sollte, hat sich ohnehin zu einem großen Bremsklotz entwickelt, das defacto erhebliche Autorität und immensen Einfluss auf Projekte ausübt. Eher eine Art Genehmigungs und Kontrollinstanz, statt nur beratend zur Seite zu stehen. Angefangen hat das Unheil mit der hier so geliebten und vergötterten Stadtbaudirektorin Regula Lüscher.
 
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Und wer das große Los hat, regelmäßig mit diesen Personen in unterschiedlichen Funktionen zusammenzuarbeiten, weiß, dass 95 % der betreuten Projekte unter anderem wegen diesem bremsenden Gremien so lange dauern, bis Investoren lieber wegrennen und woanders ihr Geld lassen.
Alleine schon die vor sich her getragene Arroganz und Ernsthaftigkeit ohne jeglichen Esprit, etwas wirklich schaffen zu wollen, die in keinem Funktionszusammenhang mit der eigentlichen Rolle stehen, sprechen Bände.
Es hat wirklich etwas von Kafka und ein Gremium dieser Art wird es in einer solchen Zusammensetzung in keinem anderen Land geben.
 
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Und wer das große Los hat, regelmäßig mit diesen Personen in unterschiedlichen Funktionen zusammenzuarbeiten, weiß, dass 95 % der betreuten Projekte unter anderem wegen diesem bremsenden Gremien so lange dauern, bis Investoren lieber wegrennen und woanders ihr Geld lassen.
Alleine schon die vor sich her getragene Arroganz und Ernsthaftigkeit ohne jeglichen Esprit, etwas wirklich schaffen zu wollen, die in keinem Funktionszusammenhang mit der eigentlichen Rolle stehen, sprechen Bände.
Es hat wirklich etwas von Kafka und ein Gremium dieser Art wird es in einer solchen Zusammensetzung in keinem anderen Land geben.
Könnte man diesen Verein nicht einfach wieder abschaffen? Schließlich gibt es das Gremium nur deshalb, weil eine Frau L. Angst hatte, Entscheidungen treffen zu müssen. Vielleicht wusste sie selbst, dass es meist die falschen Entscheidungen waren, z.B. Alexbebauung.
 
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