Kleinere Projekte in Lichtenberg

Dann schau dir mal den Vorzustand auf Google Streetview an. Da überwiegt ebenfalls ein ödes grau, links mit etwas grün, rechts mit nem Hauch gelb. Ich finde die Sanierung gar nicht so schlecht, sieht jetzt wesentlich moderner aus.
 
Hmm, viele Wohnhochhäuser erhalten nach einer Sanierung ja eher helle Fassaden. Das gibt ein wenig Leichtigkeit. Na mal schauen, wie es wirkt wenn das Gerüst komplett weg ist.
 
Sieht aus wie ein Unfall. Gibt's ein "vorher" Bild? Finde das Gebäude irgendwie schwer auf Google Street View.
 
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Foto: Lotse, 17.04.2010, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons, unveränderte Aufnahme
 
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Hmm, viele Wohnhochhäuser erhalten nach einer Sanierung ja eher helle Fassaden. Das gibt ein wenig Leichtigkeit. Na mal schauen, wie es wirkt wenn das Gerüst komplett weg ist.

Giorgio Gullotta Architekten haben in der Andreasstraße 22 gezeigt, wie es gut funktionieren kann mit einer dunklen Fassade.
Das Sanierungsprojekt finde ich bis heute eines der ansehnlichsten, auch durch die vertikale Betonung. Mit der dunklen Fassade hat man es dirt geschafft ein sehr hochwertig wirkendes Ergebnis zu schaffen.

Die horizontale Betonung hier wirkt auf den ersten Blick etwas unpassend für das doch sehr breite Gebäude. Generell wirkt die Gestaltung im Gesamten sehr unruhig, aber im Vergleich zu einer klassischen WDVS-Sanierung doch irgendwo zeitgemäß.
 
Schwarz muss per se auch nichts schlechtes sein. Der Bau in der Andreasstraße, wie auch das Hochhaus im Wohnpark Sankt Marien haben aber eine etwas schlankere Silhouette.

Erschwerend kommt hier noch hinzu dass bei den zuletzt errichteten WHH GT 18/21 ( analog z. WHH Mehrower Allee o. Oberweißbacher Str. ( inzw. abgerissen )) die Fensterflächen verringert wurden und der Bau damit nochmal etwas massiger wirkt. Dazu die horizontalen Farbakzente die den Bau vermutlich nicht schmaler wirken lassen. Also insbesondere die Ansicht der Vorder- und Rückseite zur Rhinstraße wird spannend.
 
Giorgio Gullotta Architekten haben in der Andreasstraße 22 gezeigt, wie es gut funktionieren kann mit einer dunklen Fassade.
100% Zustimmung, die Sanierung dort ist gelungen. Bzgl. Rhinstraße: Meiner Meinung nach hätte man diesen Klotz mit einer verspiegelten Fassade mehr Leichtigkeit in diesem Beton-Brutal Ensemble geben können. Zwar sind die neuen Platten etwas stärker reflektierend, aber insgesamt wirkt es als hätte eine KI nach dem Zufallsprinzip diese Fassade gestaltet. Grün, Hellgrau, dunkelgrau - was ist das? Random!
 
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Schön genutzt die großen Flächen für die Solaranlage. Da kommen doch einige Kilowatt im Jahr zusammen.
 
Kann mir jemand den sinn dieser unruhigen Farbgestaltung erklären? Wieso nicht gleich alles in dunkel und evtl die obersten 10 Etagen in einem grau Farbverlauf bis nach weiß. Irgendwas kreatives was Sinn macht. Aber das?!
 
In der Schlichtallee parallel zum 20er-Jahre Riegel der Hauptstraße 61-71 baut die Howoge 158 Wohnungen in Holzhybrid- und Systembauweise.

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(c) Howoge

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(c) Howoge


Hinter der Paywall schreibt die Berliner Morgenpost am 2.12.25:

"Im Unterschied zu anderen Baustellen fällt eine weitere Besonderheit auf: Da die Wandelemente aus Holz und Gipsfaserelementen bestehen, wird unter einem großen Zeltdach gebaut: „Die Elemente vertragen keine Feuchtigkeit, es besteht Schimmelgefahr“, so Erler weiter."
Quelle: Berliner Morgenpost

"Auftraggeber Erlers ist die Buwog, ein Tochterunternehmens von Vonovia, die hier kosten- und zeitsparenden seriellen Neubau in modularer Holzbauweise testet. Mit Erfolg: „Die Baukosten konnten durch die industrielle Vorfertigung von 5000 auf etwa 3600 Euro pro Quadratmeter gesenkt werden“, sagt Eva Weiß, Geschäftsführerin der Buwog."

Quelle: Berliner Morgenpost

"... würde der Neubau nicht unmittelbar neben den Bahngleisen entstehen – die zwar hinter einer Lärmschutzwand verborgen sind – wären Kosten teils unter 3000 Euro drin gewesen, so die Buwog-Chefin weiter. Die Mehrkosten habe vor allem der erhebliche Aufwand für Lärm- und Erschütterungsschutz verursacht. So wurde das ganze Gebäude auf Anti-Vibrationsmatten errichtet."

Quelle: Berliner Morgenpost

"„Im Durchschnitt rechnen wir mit 15 bis 16 Euro pro Quadratmeter“, sagt Eva Weiß. Das ist günstiger als in vielen anderen Neubauten. In Berlin werden bundesweit die zweithöchsten Mieten im Neubau-Segment aufgerufen. Sie lagen im 4. Quartal 2024 bei durchschnittlich 20,11 Euro nettokalt je Quadratmeter und Monat, wie aus einer Analyse der Vermietungsplattform Immoscout24 hervorgeht."
Quelle: Berliner Morgenpost

Ich persönliche finde die Hofansicht schaut recht ansprechend aus, währende die Seite zu den Bahngleisen wie bei ähnlichen Projekten recht abweisend und massiv wirkt. Hoffentlich wird die Fassadenmaterialität am Ende überzeugen können. Ein positiver Einblick, wie man günstiger und schneller Bauen kann.
 
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