Das Rheingau - Rheingaustraße 29/30

ghuebi

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(c) Visualisierung BAUWERT AG / EVE

In der Rheingaustraße 29/30 plant der Berliner Projektentwickler BAUWERT den Neubau eines Wohnhauses mit dem Namen „Das Rheingau“. Das von Bonanni Architekten entworfene Mehrfamilienhaus soll 69 Wohnungen unterschiedlicher Größe beherbergen, wobei die Penthouses mit ihrer Galerieebene hervorzuheben sind. Ebenso bemerkenswert ist die angedachte Architektur, die sich an der Umgebung orientiert und den Neubau somit harmonisch in das Friedenauer Stadtbild einfügen soll.

Baustart soll im zweiten Quartal 2025 sein - mit einer Fertigstellung ist frühestens Ende 2027 zu rechnen.
 
Ob das dann echte Ziegel auf dem Dach werden?^^
 
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Ich habe das große Projektgelände mal angeschaut.

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Es gibt schon eine Baugrube und bereits abgedeckte Bereiche (aka Sauberkeitsschicht?).
Die Architektur passt sehr gut in das Bürgerliche Viertel mit vielen Gründerzeitbauten, aber es gab im Hintergrund schon passable Neubauten, die sich wenigstens um ein Ziegeldach bemühten. Dieser Neubau ist auch auf der Bauwert- Visualisierung zu sehen.

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Es sind zwei tiefere Gebäudebereiche zu erkennen, vielleicht sind es zwei Kerne, in denen denn die Kräne montiert werden. Das eine untere Kranstück steht schon bereit.

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Hier noch der Blick in Richtung Ost

(C) SchauBaubilder eigene
 
Zuletzt bearbeitet:
Nach einer kurzen Google Recherche habe ich festgestellt das für diesen Neubau ein andere bestehender Neubau abgerissen werden musste. Google Street View hat die Bilder noch online. Sieht für mich wie ein Bau aus den 2000ern aus. Da sieht man wieder mal wie nachhaltig so eine Architektur ist. Das Rheingau wird wahrscheinlich in 100 Jahren noch stehen - wenn kein Krieg oder Erdbeben kommt.
 
Wärst du auf Google Street View zwei Schritte weitergegangen hättest du gesehen, dass für den kommenden Neubau, nicht nur ein Anbau aus den 2000ern…. sondern auch gleich zwei Gebäude aus der Gründerzeit abgerissen wurden.

Auf dem Gelände befand sich das Umspannwerk Friedenau von 1904 als Bauensemble, welches vor seinem Abriss voll bewohnt und die Gewerbeeinheiten vermietet waren. Für den Erhalt wurde sich großflächig eingesetzt.

Rote Liste Kulturerbe Berlin: Beschreibung und Abrissbilder

Tagesspiegel

Berlin-Plattform

Wie kulturell und ökologisch nachhaltig ist also die Architektur, die der Neubau nachahmt und aber selber verdrängt und zerstört hat? Wie sozial nachhaltig ist also diese Architektur, welche Leute aus ihrem Wohn- und Arbeitsraum verdrängt und sie gegen Luxus ohne Alternative austauscht?
 
Das ändert ja wenig an meiner Grundaussage. Immerhin hat es der Altbau geschafft über hundert Jahre alt zu werden. Und ob sich die Initiative *speziell* für den misslungenen Neubau eingesetzt hat, ist ja auch eher fraglich. Ich finde es toll, dass durch gelungene und in das Umfeld passende Architektur neuer Wohnraum geschaffen und nachverdichtet wird.
Das Thema Gentrifizierung ist ein leidiges Themen und gehört in ein Politik Forum, denn wenn es darum geht, sollte man am besten überhaupt nichts ändern bzw. wie mir mal ein Rentner bei einer Aktion des "100% Tempelhofer Feld" gesagt hat: "Am besten eine Mauer um Berlin bauen". Das kann man gerne so stehen lassen.
 
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