Abriss des Bordells „Artemis“ | Neubau eines Wolkenkratzers

ghuebi

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Wie Tagesspiegel und BZ berichten, planen die Betreiber des „Artemis“ den Abriss des Bestandsgebäudes an der A100 in Halensee - und denken an gleicher Stelle über die Errichtung eines Wolkenkratzer mit einer Höhe von 200 Metern nach.

Bei der Sitzung des Baukollegiums am 23. Februar soll über die Hochhaus-Pläne beraten werden.

Ein Ersatzbau für das „Artemis“ soll derweil auf der gegenüberliegenden Seite der A100 entstehen: Ende 2024 gewannen die Betreiber einen Prozess und dürfen eine dort befindliche Lagerhalle mit rund 4000 Quadratmetern zum Bordell umbauen.

Ein aus meiner Sicht seeeehr spannendes Neubauprojekt, das hoffentlich an Fahrt aufnehmen darf/kann!
 
Wäre in der Tat großartig, aber solche Traumschlösser wurden schon viele "vorgestellt"...

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(C) Realace GmbH
 
Ich finde es super, dass es ein derart transparent arbeitendes Gremium in meiner Heimat gibt. So können wir alle die Baupolitik in Berlin mitverfolgen, wie es in vielen anderen Politikfeldern und in vergangenen Epochen kaum möglich ist oder war.

Dadurch wird es natürlich aber leider auch meinen drei Vorpostern möglich, das Internet mit uninspirierter, inhaltlseerer, aber dafür sehr polemischer "Kritik" zu fluten. Alles hat Vor- und Nachteile im Leben.
 
Manchmal liest es sich hier, als säße das Baukollegium bei Anhörungen/Vorstellungen grundsätzlich mit verschränkten Armen da, um jegliches Hochhausprojekt argumentationslos mit einem "Nö" abzuwatschen. Diskussionen, die rund um das eigentliche "Nein zur Höhe in der Form" stattfinden, werden schlichtweg ignoriert.

Entscheidungen, die nicht der eigenen Meinung entsprechen, werden als Verhinderungspolitik abgestempelt .. da macht man es sich zu leicht.
Ich kann den Ausführungen und Erklärungen auch nicht immer zu einhundert Prozent folgen, in diese "VeRhInDeRuNgS"-Polemik zu verfallen bringt aber keinem was und hat nichts mit der Realität zu tun.

Die Aufgabe des Kollegiums ist wichtig und richtig. Auch wenn es zum Teil etwas, meiner Meinung nach (wichtig!), zarghaft und vorsichtig agiert, kann ich vielen Argumenten auch folgen und demnach getroffene Entscheidungen nachvollziehen. Auch hier bei diesem Projekt.
 
Ich finde es super, dass es ein derart transparent arbeitendes Gremium in meiner Heimat gibt. So können wir alle die Baupolitik in Berlin mitverfolgen, wie es in vielen anderen Politikfeldern und in vergangenen Epochen kaum möglich ist oder war.

Dadurch wird es natürlich aber leider auch meinen drei Vorpostern möglich, das Internet mit uninspirierter, inhaltlseerer, aber dafür sehr polemischer "Kritik" zu fluten. Alles hat Vor- und Nachteile im Leben.
Finde ich nicht.

Das Baukollegium argumentiert folgendermaßen laut Rbb: "Auch die Experten im Baukollegium kamen zu dem Schluss, dass ein Hochhaus dieser Dimension in Bezug auf den geplanten "Stadteingang West" vom Westkreuz bis zum Bahnhof Grunewald nicht die richtige Antwort sei. Laut Senatsbaudirektorin Kahlfeldt wird der Senat den Rahmenplan für den Stadteingang West, der bewusst keine solitären Hochhäuser vorsehe, in den nächsten Wochen beschließen."

Was ist das bitte für eine nachvollziehbare Begründung? Wir reden hier von städtebaulichem Niemandsland. WENN man schon von einem Stadteingang West spricht, dann passte ein stolzes Hochhaus doch bestens in diese Ecke. Was denn sonst?
 
Vor allem wer will ernsthaft zwischen dem größten Autobahndreieck und Bahntrasse in einer Grünanlage flanieren?
Seit Jahrzehnten passiert nichts und alle Vorschläge und Ideen werden von den "Experten" abgelehnt und die Brachen modern weiter vor sich hin.
Einige Argumente kann ich ja noch nachvollziehen, wie ggf. die Höhe in relativer Nähe zum Funk-Turm, ansonsten ist dieses Gremium meiner persönlichen Einschätzung nach ziemlich provinziell und wenig konstruktiv.

Wer etwas ablehnt, sollte mit klaren Ergebnissen auch nachweisen können, dass sinnvolle Alternativen auch wirklich besser umgesetzt werden bzw. werden können.

Das erinnert mich gerade an so Digitalisierungs-Arbeitsgruppen in einigen Firmen, wo alle nur Bedenken äußern und alles blöd finden und nur negatives und drohende Veränderungen sehen und am Ende aber keine konstruktiven Gegenvorschläge kommen und nichts umgesetzt wird.

Das ist ein Stück weit auch sinnbildlich für den Reformstau in verschiedensten Bereichen.

In Städten wie Madrid, Wien etc. verfolge ich solche Diskussionen auch, die aber deutlich progressiver, offener und kompromissbereiter geführt werden und wo immer die Maxime ist, dass am Ende ein Ergebnis vorliegen muss und man nicht nur destruktiv tausend Bedenken äußern kann.
 
So empfinde ich das auch. Die Diskussion ist leider auf einem sehr provinziellen und wenig konstruktiven Niveau angekommen bzw. war dort schon länger. Es wird eigentlich rundherum so gut wie alles erst einmal abgelehnt.

Und ja, bei dem Stichwort flanieren, bin ich vor Lachen schier aus den Latschen gekippt. Wer möchte da denn freiwillig flanieren.

Ich fände ein Hochhaus, auch gerne in dieser Höhe (200 m oder mehr) eine sehr gelungene Idee, vor allem wenn es ein architektonisch gelungenes Hochhaus wäre, sozusagen als Eintrittskarte für die Stadt.
 
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